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Projektpartnertreffen I

Vom 10. bis 13. Dezember 2019 in Berlin.

Auf dem Projektpartnertreffen legten die Projektkoordination und die Vertreter*innen der Projektpartner grundlegende inhaltliche und organisatorische Punkte des Projekts fest. Am ersten Tag trafen wir uns im Museum Berlin-Karlshorst, dem Arbeitsort unseres deutschen Projektpartners, Carolin Savchuk, wo wir u.a. eine Führung durch die Ausstellung des Museums erhielten. Ferner präsentierten wir den Projektpartnern den von KONTAKTE-KOHTAKTbI für die Bildungsangebote des Museums konzipierten Workshop „Post für dich!“ für Schülerinnen und Schülern zu den Briefen ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener. Am zweiten Tag unseres Treffens diskutierten wir unsere organisatorischen Punkte im KONTAKTE-Domizil, sodass die Projektpartner unseren Verein kennenlernen konnten.

Regionales Vernetzungstreffen I

Im Januar 2020 in Berlin, Gomel (Belarus), Iwano-Frankiwsk (Ukraine), Krasnojarsk (Russland).

Die Projektpartner trafen sich für einen Tag mit den am Projekt teilnehmenden Geschichtslehrkräften aus ihrem Land. Das Treffen diente dazu, die Projektidee und -phasen detailliert durchzugehen, Erwartungen der TN abzufragen und die Aufgabe für die Geschichtswerkstatt I, eine Präsentation des Geschichtsunterrichts zum Zweiten Weltkrieg im eigenen (Bundes)land vorzubereiten, zu erläutern. Ferner konnten die Lehrkräfte auch die Partnerorganisation kennenlernen, wovon wir uns weitere Kooperationen für die Zukunft erhoffen.

Geschichtswerkstatt I

Vom 1. bis 6. März 2020 in Berlin.

An der Geschichtswerkstatt nahmen alle Geschichtslehrkräfte aus Russland, der Ukraine, Belarus und Deutschland sowie ein Projektpartner aus jedem Land teil. Die Lehrkräfte stellten sich während der Werkstatt, ihre Analysen des Schulsystems und des Geschichtsunterrichts zum Thema Zweiter Weltkrieg vor. Sie lernten die an KONTAKTE gerichteten Briefe der sowjetischen Kriegsgefangenen, der Überlebenden der verbrannten Dörfer aus Belarus und der Überlebenden von KZs und Ghettos aus der Ukraine kennen. Auf deren Grundlage werden die Lehrkräfte ihre zukünftigen Unterrichtsentwürfe zum Vernichtungskrieg in der Sowjetunion aus der Perspektive gewöhnlicher Menschen konzipieren. Die Lehrkräfte bildeten länderübergreifende Arbeitsgruppen, in denen sie bis zur Geschichtswerkstatt II im September in Minsk (13.-18.9.2020) die Unterrichtsentwürfe erarbeiten werden. Für die Zusammenarbeit nutzen sie vor allem Social-Media.

Geschichtswerkstatt I, Teilnehmende

Schließlich hospitierten die ausländischen Gäste einen Tag an den Schulen der deutschen/Brandenburger Teilnehmenden (Kleinmachnow, Finsterwalde, Cottbus, Erkner und Beeskow). Sie hatten dort die Möglichkeit, den Geschichtsunterricht zu besuchen, Gespräche sowohl mit Schülerinnen und Schülern zu ihren Sichtweisen auf den Geschichtsunterricht zum Zweiten Weltkrieg zu führen als auch Vertreter*innen der Schulleitung zu treffen. Diese Möglichkeit des Schulbesuchs wurde von den osteuropäischen Lehrkräften als Höhepunkt der Geschichtswerkstatt wahrgenommen.

Geschichtswerkstatt I, Notizen

Die Atmosphäre war sehr kollegial und freundschaftlich. Zwischen den Lehrkräften entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen. Die Kommunikation fand dabei auf unterschiedlichen Sprachen und -niveaus statt. Einige Teilnehmende sprachen Russisch als Fremdsprache fließend, andere wärmten ihr Schulrussisch auf. Auch russischsprachige Teilnehmende erinnerten sich an ihren Deutschunterricht und begannen, auf Deutsch zu sprechen. Viele russischsprachige Teilnehmende verstanden Ukrainisch und Dolmetscherinnen konnten jederzeit aushelfen. Ein Teil konnte sich fließend auf Englisch unterhalten ein anderer benötigte die Unterstützung durch Dolmetscherinnen.

Geschichtswerkstatt I, Notizen

Während der Diskussion der ersten Ideen für die Unterrichtsentwürfe gab es zum Teil leidenschaftlich geführte Diskussionen, die auf hohem fachlichen Niveau geführt wurden. Wir sind sehr gespannt auf die Resultate der in Berlin mit hohem Engagement begonnen Arbeit an den Unterrichtsentwürfen. Sie werden in Minsk präsentiert werden.

Die Geschichtswerkstatt wurde sowohl von uns als auch den Projektpartnern durchgeführt. Auch sie konzipierten einzelne Module und übernahmen während der Arbeit im Plenum oder in den Arbeitsgruppen die Moderation.

Geschichtswerkstatt I, Teilnehmende

Projektpartnertreffen II

Vom 6. bis 8. März 2020 in Berlin

Im Anschluss an die Geschichtswerkstatt fand das Projektpartnertreffen II statt.

Das Treffen galt sowohl der Auswertung der Geschichtswerkstatt als auch der weiteren Planung der kommenden Monate, des Regionalen Vernetzungstreffens im Juni 2020 und der Geschichtswerkstatt II im September 2020 in Minsk.

Das Projekt wurde von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. durchgeführt und durch das Auswärtige Amt gefördert.