Jugend- und Bildungsprojekte

New views on history – Geschichtslehrkräfte aus Russland, Belarus, der Ukraine und Deutschland erarbeiten Unterrichtsentwürfe zum NS-Vernichtungskrieg

Projektlaufzeit: 01.10.2019-31.03.2021, gefördert durch das Auswärtige Amt. Die Förderungszusage durch die Bundeszentrale für politische Bildung steht noch aus (Referenten, Räume, Hochlanden der Unterrichtsentwürfe auf das online-Portal der Bundeszentrale für politische Bildung)

20 Geschichtslehrkräfte aus Russland, Belarus, der Ukraine und Deutschland werden im Projekt „New views on history“ vier Unterrichtsentwürfe in länderübergreifenden Teams anhand von ausgewählten biografischen Zeitzeugenberichten erarbeiten. Der thematische Schwerpunkt liegt auf den Lebenswelten gewöhnlicher Sowjetbürger und -bürgerinnen im deutschen Vernichtungskrieg. Als Hauptquellen dienen den Geschichtslehrkräften die von KONTAKTE gesammelten Briefe sowjetischer Kriegsgefangener, Überlebender der verbrannten Dörfer aus Belarus sowie jüdischer Ghetto-Überlebender aus der Ukraine. Während verschiedener lokaler Treffen und zwei Geschichtswerkstätten in Berlin und Minsk werden die Unterrichtsentwürfe erarbeitet. Ferner werden diese in den jeweiligen Ländern während Lehrkräftefortbildungen weiteren Geschichtslehrkräften vorgestellt. Unterstützt wird das Projekt durch vier Partner: das Museum Berlin-Karlshorst, die Internationale gesellschaftliche Vereinigung „Verständigung“ in Minsk (Belarus), die NGO „Interra“ aus Krasnojarsk (Russland), die NGO Jugendorganisation “STAN” aus Iwano-Frankiwsk (Ukraine).

Mehr Information: New views on history


Memory-Wiki – Auf den Spuren der Erinnerung an „vergessene“ NS-Opfer in der Ukraine, Russland und Deutschland

Projektlaufzeit: 1.4.2018 bis 30.9.2019, gefördert von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ , dem Auswärtige Amt und der Stiftung Erinnerung Lindau.

KONTAKTE-KOHTAKTbI setzte sich mit dem Projekt „Memory-Wiki – Auf den Spuren der Erinnerung an ‚vergessene‘ NS-Opfer in der Ukraine, Russland und Deutschland“ erneut dafür ein, dass an das Unrecht an Opfer erinnert wird, die wie sowjetische Kriegsgefangene, Roma oder auch Patienten psychiatrischer Anstalten bisher kaum öffentliche Beachtung erfahren haben. Durch den trilateralen Ansatz (Deutschland, Russland, Ukraine) des Projekts leisten wir einen Beitrag zum Verständnis vielfältiger Erinnerungskulturen in Europa durch die gemeinsame Projektarbeit zu einer (Wieder-) Annäherung der drei Länder auf der zivilgesellschaftlichen und vor allem zwischenmenschlichen Ebene.

In dem Projekt recherchierten 20 Studierende der Universität Bremen (Deutschland), der Nationalen Universität «Oles Hontschar» Dnipro (Ukraine), der Südföderalen Universität Rostow am Don (Russland) zu Erinnerungsorten an vergessene NS-Opfer. Moskauer Studierende der Higher School of Economics entwarfen und programmierten gemeinsam mit einer Webdesignerin und einem Informatiker eine Plattform, die „Terra Oblita – Open Memory Map“ heißt – das Endprodukt unseres Projekts. Während verschiedener Begegnungen in Bremen, Rostow am Don und Dnipro wurden die Recherchen zu den Erinnerungsorten sowie die Inhalte und Gestaltung der Plattform diskutiert und weiterentwickelt.

Ziele der Plattform sind:
• Vergessene NS-Opfer in Zentral- und Osteuropa stärker ins Bewusstsein rücken.
• Gedenkorte für Angehörige von vergessenen NS-Opfern auffindbar machen.

Auf der Plattform Terra Oblita können Besucherinnen und Besucher anhand einer interaktiven Karte Erinnerungsorte zu vergessenen NS-Opfern finden. Gleichzeitig sollen die Besucherinnen und Besucher dazu motiviert werden, selbst nach Erinnerungsorten wie Denkmälern, Gedenkstätten, Ausstellungen, Friedhöfen oder auch ehemaligen Tatorten von NS-Verbrechen in Ihrer Heimatstadt zu recherchieren und die Ergebnisse auf die Plattform hochzuladen. Auf der Plattform wird der Besucherin bzw. dem Besucher Unterstützung für die Recherche in Form eines Leitfadens angeboten.

Mehr Information: Memory-Wiki


„Post für dich!“ Ein Workshop für Jugendliche zu den vergessenen NS-Opfern

Wir möchten Berliner Schülerinnen und Schülern die Briefe von ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen, die diese dem Verein ab 2004 schrieben, zugänglich machen. Daher haben wir einen Workshop für Jugendliche ab Jahrgangsstufe 9/10 ausgearbeitet. Anhand der Briefe befassen sich die Jugendlichen mit einem ganz persönlichen Schicksal eines Betroffenen und mit seiner Sicht auf die Geschichte. Dadurch soll eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus gefördert werden, die auch die Brücke in die Gegenwart und zur Rolle der heutigen Generation schlägt.

Mehr Informationen über den Workshop gibts hier im Flyer.

Dieser Workshop kann auch in einfacher Sprache und für Gebärdensprache-Verständige über das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst gebucht werden: Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst_“Post für dich!“

Gefördert durch: Senatsverwaltung für Kultur und Europa.