Liebe Mitglieder, liebe Besucher*innen unserer Veranstaltungen,

auch wir haben wegen der weiterhin bestehenden Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus entschieden, unabhängig von bestehenden Verordnungen sämtliche Veranstaltungen bis zum 31.08.2020 abzusagen. Wir haben nicht die räumlichen Voraussetzungen, um verantwortungsvoll Zusammenkünfte durchzuführen und möchten auch nicht unsere Besucher*innen dazu verführen, zur Zeit öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Im August werden wir neu entscheiden, ob wir es wieder verantworten können, Sie zum Jour Fixe oder zum Montagskino einzuladen.

Wir müssen auf die anregenden Abende verzichten, wollen aber nicht ganz auf Empfehlungen zur Kultur der Länder der ehemaligen Sowjetunion verzichten. Deshalb werden wir hier von Zeit zu Zeit Buchbesprechungen und Vorschläge zu Musik und Filmen veröffentlichen.

Wegen der weiterhin notwendigen Maßnahmen zur Hemmung der Ausbreitung des Coronavirus müssen auch die Termine der Vortragsreihe „Verbrannte Dörfer im Osten Europas“ verschoben werden. Wir suchen gegenwärtig nach Alternativen und werden Sie unter gedenkort-lebensraumpolitik.de informieren, sobald es verlässliche Neuigkeiten gibt.


KONTAKTE-Domizil, Foto: Ragna Vogel

Die Geschichte unserer Beziehungen ist reich an nachwirkenden Verletzungen und geteilten Erfahrungen. Unsere Kulturen und Alltagswelten bedürfen des dichten Austauschs zur Überwindung unserer Klischees und Fehlwahrnehmungen.

Die Tätigkeiten des Vereins konzentrieren sich derzeit auf vier Bereiche:

  • Mit dem „Moskau-Berlin-Protokoll“ unterstützen wir seit über 25 Jahren in einer engen Partnerschaft mit Moskauer Ärzten die Therapie von leukämiekranken Kindern in Russland, Belarus und weiteren ehemaligen Ländern der Sowjetunion.
  • Unser bürgerschaftliches Engagement gilt den „vergessenen“ Opfern des Nationalsozialismus. Durch Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen klären wir über die Verbrechen und die Nachwirkungen des Krieges NS-Deutschlands gegen die Sowjetunion auf und pflegen langjährige partnerschaftliche Beziehungen mit NS-Opferverbänden in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Über diese zahlen wir seit 2003 Geldspenden als Zeichen der Anerkennung erlittenen Unrechts und als schnelle, direkte Hilfe an die Überlebenden aus. In den Freitagsbriefen, Neuen Freitagsbriefen und Briefen der Überlebenden der Shoa und Ghettos in der Ukraine veröffentlichen wir die Erinnerungen der Überlebenden.
  • Durch internationale Jugend- und Bildungsprojekte tragen wir zum Austausch und zu grenzübergreifender Verständigung bei.
  • Darüber hinaus möchten wir durch unsere öffentlichen Veranstaltungen zu historischen und gesellschaftlichen Fragen in den GUS-Ländern, durch Filmabende und monatliche Jour-fixe-Abende mit musikalisch-literarischen Themen in unseren Räumen den BerlinerInnen unsere östlichen Nachbarn näherbringen.