KONTAKTE-KOНTAKTbI – Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der sich für einen engen Austausch im Geiste des Humanismus mit den Ländern der ehemaligen Sowjetunion einsetzt. Der Verein fördert vor allem im internationalen Austausch interkulturelle Toleranz, Aufklärung über Geschichte und Zuwendungen für die Opfer der NS-Zeit im östlichen Europa, dem Kaukasus und Zentralasien. Humanitäre Hilfe und wissenschaftliche Vermittlung werden geleistet, wo das Gesundheitswesen in den Partnerländern diese benötigt.

Ein Anliegen von KONTAKTE-KOHTAKTbI ist die Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen in Osteuropa. Die dem Verein verbundene Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-„Lebensraum“-Politik setzt sich in diesem Sinne für eine Erweiterung des Gedenkens im Zentrum Berlins ein. Ziel der Initiative ist die Schaffung eines Informations- und Gedenkortes, der an die Opfer des deutschen Vernichtungskrieges und der daraus folgenden Besatzungsherrschaft erinnert und so eine bestehende Leerstelle in der bisherigen Erinnerungskultur füllt.

Terra Oblita – Open Memory Map ist eine internationale Plattform, die geschaffen wurde, um die Erinnerung an NS-Opfer wachzurufen, die keine oder wenig Berücksichtigung in der öffentlichen Erinnerungskultur finden. Die Plattform möchte dazu motivieren, sich für die lokale Erinnerung an die NS-Opfer einzusetzen, nach Informationen über weitgehend unbekannte Erinnerungsorte zu recherchieren. Die Plattform ist eine interaktive Karte, auf der Besucher*innen eigene Recherchen zu einem Erinnerungsort veröffentlichen können. Terra Oblita entstand als Teil des von uns organisierten Projektes Memory-Wiki.

Die Geschichte der Beziehungen zwischen unseren Ländern ist reich an nachwirkenden Verletzungen und geteilten Erfahrungen. Es bedarf des dichten Austauschs von Ideen und der persönlichen Begegnungen zur Überwindung unserer Klischees und Fehlwahrnehmungen. Das geschieht in unseren multinationalen Projekten zur Geschichtserinnerung, durch Vorträge, Workshops, Ausstellungen und Publikationen.

Unsere Solidarität gilt vergessenen NS-Opfern in Ländern der ehemaligen Sowjetunion: sowjetischen Kriegsgefangenen, KZ- und Ghettoüberlebenden, minderjährigen Zwangsarbeitern und Überlebenden der „verbrannten Dörfer“. Im Rahmen des Projekts „Bürger-Engagement für vergessene NS-Opfer“ haben wir seit 2003 über 10.000 Personen 5 Mio. € übergeben.

Seit 1990 unterstützen wir im Projekt „Partnerschaft für leukämiekranke Kinder in Russland und Belarus“ mit bisher 3,5 Mio. € das Moskau-Berlin-Protokoll, nach dem jährlich 900 leukämiekranke Kinder in Russland und Belarus behandelt werden.

In unserem Berliner Domizil finden regelmäßig Veranstaltungen zu Kultur, Geschichte und Politik von Ländern der ehemaligen Sowjetunion statt, die allen Interessierten offenstehen.

Mehr über KONTAKTE-KOНTAKTbI

Büro KONTAKTE-KOHTAKTbI

Unser Verein erhält keinerlei institutionelle Förderung. Für unsere Arbeit sind wir deshalb auf Fördermitglieder angewiesen, die diese regelmäßig und verlässlich unterstützen. Auch unsere humanitären Projekte werden fast ausschließlich durch Einzelspenden ermöglicht.

Vortragsreihe „Verbrannte Dörfer im Osten Europas“

Russisches Narrenschiff – 1930/1988… – Jour fixe im Februar

„›Ich werde es nie vergessen‹ Briefe sowjetischer Kriegsgefangener 2004-2006“

Ausstellungskatalog „’Russenlager‘ und Zwangsarbeit“

KONTAKTE-КОНТАКТЫ bat ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, Überlebende der verbrannten Dörfer in Belarus sowie Überlebende der Schoah in der Ukraine, denen der Verein eine Geste der Anerkennung erlittenen Unrechts übermittelte, ihre Erinnerungen an das ihnen durch die deutschen Besatzer zugefügte Leid aufzuschreiben. Um die Öffentlichkeit in Deutschland über diese NS-Verbrechen aufzuklären, veröffentlichten wir von Juni 2006 bis Ende Dezember 2016 insgesamt 526 Briefe ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener als „Freitagsbriefe“. Seit Juni 2017 veröffentlichen wir Briefe der Überlebenden verbrannter Dörfer in Belarus und der Überlebenden der Schoah aus unserem Archiv auf unserer Webseite und Facebook-Seite.

Nowikow Ilja Aleksandrowitsch – Freitagsbrief Nr. 145

16. Oktober 2020

Russland, Nishnij Nowgorod Mai 2007  Geehrte Mitglieder des Vereins Kontakte, geehrte Vorsitzende Dr. Hilde Schramm, Projektleiter Eberhard Radczuweit.Wir Kinder von Ilja Aleksandrowitsch Nowikow – Ljudmila Iljinitschna, geb. 1948, Tatjana I., geb….Weiter lesen

Bundestag beschließt Einrichtung einer Erinnerungsstätte

13. Oktober 2020

Am 9. Oktober hat der Bundestag mit breiter Mehrheit die Einrichtung einer Dokumentations-, Bildungs- und Erinnerungsstätte beschlossen, die den Opfern des deutschen Vernichtungskrieges und der nationalsozialistischen Besatzung Europas gewidmet sein soll. Der Antrag greift wesentliche Anliegen der…Weiter lesen

Film “Bohnenstange” startet in Kinos

12. Oktober 2020

Wir möchten Sie gerne auf den Kinostart des Films „Дылда“ (dt. Titel „Bohnenstange“) aufmerksam machen, der am 22. Oktober 2020 deutschlandweit sowohl synchronisiert als auch in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln in die Kinos kommen wird!

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Litwinenko Feodosij Semenowitsch – Freitagsbrief Nr. 144

8. Oktober 2020

Russland, Kreis Stawropol

Aus dem Jahr 2009

Die kursiven Textabschnitte sind im Original deutsch. Wlassowzi waren Angehörige der “Russischen Befreiungs Armee” auch  Wlassow-Armee genannt, einer 1944 aufgestellten kollaborierenden Osttruppe der Wehrmacht,…Weiter lesen