Unser Verein erhält keinerlei institutionelle Förderung. Für unsere Arbeit sind wir deshalb auf Fördermitglieder angewiesen, die diese regelmäßig und verlässlich unterstützen. Auch unsere humanitären Projekte werden fast ausschließlich durch Einzelspenden ermöglicht.
KONTAKTE-KOНTAKTbI ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für einen engen Austausch im Geiste des Humanismus mit den Ländern des östlichen Europas, Zentralasiens und des Kaukasus einsetzt. Der Verein fördert vor allem im internationalen Austausch interkulturelle Toleranz, Aufklärung über Geschichte und Zuwendungen für die Opfer der NS-Zeit im östlichen Europa, dem Kaukasus und Zentralasien. Humanitäre Hilfe und wissenschaftliche Vermittlung werden geleistet, wo das Gesundheitswesen in den Partnerländern diese benötigt.
Unsere Spendenprojekte
Safeguarding oral history of the genocide of Roma in Ukraine
Projektlaufzeit: 01.06.2025 – 30.11.2026
Gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft, dem Auswärtige Amt, International Holocaust Remembrance Alliance und Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies.
Gemeinsam mit der Youth Agency for the Advocacy of Roma Culture (ARCA) in der Ukraine werden videobasierte Interviews mit ca. 45 Überlebenden des Genozids an den Roma in der Ukraine durchgeführt. Die Interviews werden archiviert und für Workshops und Ausstellungs-Material für zivilgesellschaftliche sowie staatliche und kommunale Akteure aufbereitet. Ziele des Projektes sind die Vernetzung und Stärkung der Roma-Community in der Ukraine und Deutschland sowie deren aktive Teilhabe am erinnerungspolitischen Diskurs.
Dieses Projekt knüpft an die Zusammenarbeit von ARCA und dem „Hilfsnetzwerk für Überlebende der Nazi-Verfolgung in der Ukraine“ seit dem März 2022 an, als wir zahlreiche Roma-Überlebenden des Völkermords während des Zweiten Weltkriegs in der Ukraine mit humanitären Hilfsleistungen im aktuellen Krieg versorgten. Es wurde eine Datenbank mit Kontakten zu mehr als 100 Roma-Überlebenden des Holocaust in der Ukraine erstellt und von ARCA erste Interviews geführt. Im Rahmen dieses Projekts sollen systematisch und professionell 45 weitere Interviews aufgenommen werden.
Aufgrund des Alters der Überlebenden, die befürchten, dass dieses Jahrzehnt für sie das letzte ist, ist es für uns von entscheidender Bedeutung, die Zeugnisse der Roma über den Genozid im Zweiten Weltkrieg aufzuzeichnen und einen wichtigen Teil des kulturellen Erbes der Roma in der Ukraine zu sichern. Die Einbeziehung der Geschichte des Holocausts an den Roma in die allgemeine Darstellung der Geschichte des Landes steht noch aus und geht einher damit, dass die ukrainischen Roma als integrale Bürger:innen der Ukraine dargestellt und wahrgenommen werden. Außerdem legen aktuelle Studien wie die MEMO Studie der EVZ nahe, dass es in Deutschland ein mangelndes Bewusstsein für den Genozid an Sinti und Roma gibt sowie die NS-Verbrechen auf den besetzten Gebieten in Osteuropa kaum präsent sind. Deshalb sind Workshops zur Einführung zur Nutzung des Videomaterials in drei Workshops mit Pädagog:innen, Gedenkstättenmitarbeiter:innen und politischen Entscheidungsträger:innen in der Ukraine und Deutschland geplant.
Weiterer Partner im Projekt ist: National Historical and Memorial Preserve Babyn Yar.
Terra Oblita – Open Memory Map ist eine internationale Plattform, die geschaffen wurde, um die Erinnerung an NS-Opfer wachzurufen, die keine oder wenig Berücksichtigung in der öffentlichen Erinnerungskultur finden. Die Plattform möchte dazu motivieren, sich für die lokale Erinnerung an die NS-Opfer einzusetzen, nach Informationen über weitgehend unbekannte Erinnerungsorte zu recherchieren. Sie ist eine interaktive Karte, auf der Besucher*innen eigene Recherchen zu einem Erinnerungsort veröffentlichen können. Terra Oblita entstand als Teil des Projektes Memory-Wiki.
Die Unterrichtsentwürfe für das Fach Geschichte zum Thema „Vernichtungskrieg in der Sowjetunion aus der Perspektive von ‚vergessenen‘ NS-Opfern“.
Die Unterrichtsentwürfe sind im Rahmen des Projekts „New views on history – Geschichtslehrkräfte aus Russland, Belarus, der Ukraine und Deutschland erarbeiten Unterrichtsentwürfe zu NS-Vernichtungskrieg“ 2019 bis 2021 entstanden.
Die Unterrichtsentwürfe stehen zum kostenlosen Download für die Nutzung von nicht kommerzieller Bildungszwecke bereit.
Ein Anliegen von KONTAKTE-KOHTAKTbI ist die Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen in Osteuropa. Die dem Verein verbundene Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-„Lebensraum“-Politik setzt sich in diesem Sinne für eine Erweiterung des Gedenkens im Zentrum Berlins ein.
Ziel der Initiative ist die Schaffung eines Informations- und Gedenkortes, der an die Opfer des deutschen Vernichtungskrieges und der daraus folgenden Besatzungsherrschaft erinnert und so eine bestehende Leerstelle in der bisherigen Erinnerungskultur füllt.
Die Geschichte der Beziehungen zwischen unseren Ländern ist reich an nachwirkenden Verletzungen und geteilten Erfahrungen. Es bedarf des dichten Austauschs von Ideen und der persönlichen Begegnungen zur Überwindung unserer Klischees und Fehlwahrnehmungen. Das geschieht in unseren multinationalen Projekten zur Geschichtserinnerung, durch Vorträge, Workshops, Ausstellungen und Publikationen.
Unsere Solidarität gilt vergessenen NS-Opfern in Ländern der ehemaligen Sowjetunion: sowjetischen Kriegsgefangenen, KZ- und Ghettoüberlebenden, minderjährigen Zwangsarbeitern und Überlebenden der „verbrannten Dörfer“. Im Rahmen des Projekts „Bürger-Engagement für vergessene NS-Opfer“ haben wir seit 2003 über 10.000 Personen 5 Mio. € übergeben.
Seit 1990 unterstützen wir im Projekt „Partnerschaft für leukämiekranke Kinder in Russland und Belarus“ das Moskau-Berlin-Protokoll, nach dem jährlich viele hundert leukämiekranke Kinder in Russland und weiteren Ländern behandelt werden.
In unserem Berliner Domizil finden regelmäßig Veranstaltungen zu Kultur, Geschichte und Politik von Ländern der ehemaligen Sowjetunion statt, die allen Interessierten offenstehen.
Projektkoordination (m/w/d) für ein deutsch-moldauisches Projekt in Teilzeit gesucht
Vorbehaltlich der Mittelzusage ist der Arbeitsbeginn am 01.06.2026. Die Stelle beträgt 50% der RAZ und ist bis zum 31.05.2027 befristet. Wer sind wir? Seit unserer Gründung im Jahr 1990 setzt sich KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. für einen engen Austausch mit Ländern des östlichen Europas, Kaukasus und Zentralasiens…
EIN NEUER EISERNER VORHANG IN EUROPA? Jour fixe am 24.04.2026
Herzliche Einladung zur Buchvorstellung mit dem Bestseller-Autor Michael Thumann um 19:00 Uhr, bei KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V., Feurigstraße 68, 10827 Berlin-Schöneberg Michael Thumann ist Außenpolitischer Korrespondent der DIE ZEIT und arbeitet aus Moskau und Berlin. Seit den 1990er Jahren berichtet er für die ZEIT aus Russland, Osteuropa…
Verflochtene Geschichten: Kunsthandwerkliche Arbeiten sowjetischer Kriegsgefangener in Sammlungen, Ausstellungen und Vermittlung. Jour fixe am 13.03.2026
Wir laden herzlich zur Buch-Vorstellung und Diskussion mit einem der beiden Herausgeber ein am Freitag, den 13.März 2026 um 19:00 Uhr bei KONTAKTE-KOHTAKTbI e. V., Feurigstraße 68, 10827 Berlin-Schöneberg (am S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke) Über 5 Millionen sowjetische Kriegsgefangene befanden sich zwischen 1941 bis 1945 in deutscher…
Das Massaker von Babyn Jar 1941: Zeitzeuginnengespräch mit Switlana Petrowskaja am 27.01.2026
Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus laden dieStiftung Topographie des Terrors, die Stiftung Denkmal für die ermordeten JudenEuropas und der Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI zu einem Zeitzeugingespräch ein. Vor dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion lebten in Kyjiw, der Hauptstadt der Ukrainischen Sowjetrepublik,…
