Veranstaltungen

23. November 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 23. November 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Nana und Nino und Tamta und …

Literarische Stimmen aus Georgien

Georgien war das Gastland der Frankfurter Buchmesse – 160 georgische Bücher wurden ins Deutsche übersetzt, sie sämtlich vorzustellen wäre wunderbar, bleibt ein Traum. Wir geben drei Frauen das Wort:
Nana Ekvtimishvili: Das Birnenfeld
Tamta Melashvili: Marines Engel 
Nino Haraschtivili: Das achte Leben
Nach mehrstimmigem Zeugnis soll diese Buchmesse 2018 eine der be­schwingtesten  gewesen sein. Ob dies bis in den Schöneberger November her­über schwingt?
Mitwirkende Helmut Ruppel, Ingrid Schmidt und Gäste

Unser Imker, Stephan Boerger, wird Produkte seiner Bienenvölker zugunsten der Partnerschaft für leukämiekranke Kinder verkaufen.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88

 

16. November 2018, 14 Uhr in Moskau

„Blinde Flecken“ – Erinnerungskultur in Russland und Deutschland. Über die vergessenen NS-Opfer am Beispiel der sowjetischen Kriegsgefangenen

Grabstein auf einem Friedhof in Schwanewede bei Bremen. Foto: privat

In Deutschland und Russland ist die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die durch die Nationalsozialisten begangenen Verbrechen in unterschiedlichen Formen sehr präsent. Doch es gibt bis heute Verbrechen und Opfergruppen, die man als „vergessen“ bezeichnen kann, die im gesellschaftlichen Bewusstsein und in der öffentlichen Erinnerungslandschaft nicht vorkommen. Zu diesen zählen auch die sowjetischen Kriegsgefangenen, die in den Lagern der Wehrmacht massenhaft an den unmenschlichen Bedingungen starben.
Was sind die Gründe für das Vergessen und wie äußert sich dies im heutigen Deutschland und Russland? Diesen Fragen wird der Historiker Dmitri Stratievski in seinem Vortrag und im anschließenden Publikumsgespräch nachgehen. Er promovierte mit einer Studie zu sowjetischen Kriegsgefangenen in Deutschland bis 1945 und arbeitet seitdem weiter zu diesem Thema.

Als Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement für vergessene NS-Opfer wird anschließend das Projekt „Memory-Wiki – Auf den Spuren der Erinnerung an vergessenen NS-Opfern in Russland, Deutschland und der Ukraine“ von beteiligten Studierenden der Higher School of Economics vorgestellt.

Die Veranstaltung findet in Moskau in der Higher School of Economics, Center for Digital Humanities, Staraja Basmannaja Ulitsa 21/4, Raum 515 statt und wird im Rahmen des Projektes „ Memory-Wiki – Auf den Spuren der Erinnerung an vergessene NS-Opfer“ gefördert von der Stiftung EVZ, dem Auswärtigen Amt und der Stiftung Erinnerung Lindau.

 

5. November 2018 – „Montagskino“

19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

„Der Mann, der sein Gedächtnis verlor ”

UdSSR 1929, 86’, Regie: Friedrich Ermler, dt. Zwischentitel

Im ersten Weltkrieg wird ein russischer Unteroffizier so verletzt, dass er sein Gedächtnis verliert. Ganze 10 Jahre lang kann er sich nicht einmal an seinen Namen erinnern – bis er durch eine zufällige kurze Begegnung mit seiner Frau wieder zu sich findet. Voller Eifer macht er sich nun auf den Weg nach St. Petersburg, um sein altes Leben wieder aufzunehmen. Doch St. Petersburg heißt jetzt Leningrad und staunend entdeckt der Soldat, dass die Welt, in der er einst lebte, eine andere geworden ist. Ein Meisterwerk des späten Stummfilms vom berühmten Friedrich Ermler.

Gottfried Eberle begleitet auf dem Klavier

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88

 

19. Oktober 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 19. Oktober 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Dem Holocaust entkommen. Zum Überleben polnischer Juden in der Sowjetunion (1939 – 1946)

Ein Vortrag von Dr. Markus Nesselrodt (Universität Viadrina Frankfurt Oder)

Über 230.000 polnische Juden überlebten den Zweiten Weltkrieg im unbesetzten Inneren der Sowjetunion. Sie waren als Flüchtlinge, Gefangene und Zwangsarbeiter in ein Land gekommen, das sich als ambivalenter Zufluchtsort vor der deutschen Verfolgung erweisen sollte. Der Vortrag möchte anhand ausgewählter Selbstzeugnisse einzelne Schicksalswege zwischen Polen, Russland und den zentralasiatischen Sowjetrepubliken rekonstruieren.

Vortrag mit Lesung und Diskussion. Moderation Prof. Dr. Monika Richarz

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de oder Telefon: 78 70 52 88.

 

25. September 2018, 19 Uhr

Vergessene Opfer des deutschen Vernichtungskrieges in Dnipro, Rostow am Don und Moskau – Studierende des Memory-Wiki-Projekts berichten

Die Geschichte der Städte Dnipro (Ukraine) und Rostow
am Don (Russland) verdeutlicht die Dimension des deutschen Vernichtungskrieges. In diesen wurden neben Juden viele vergessene Opfer des NS-Regimes erschossen – so auch tausende sowjetische Kriegsgefangene sowie die Patienten der städtischen Psychiatrie. Auf diese NS-Verbrechen werden die Studierenden der Oles Honchar Universität in Dnipro, der Südföderalen Unviversität Rostow am Don und der Moskauer Higher School of Economics in ihren Präsentationen anhand ausgewählter Beispiele eingehen.
Das Projekt wird durchgeführt von Kontakte-Контакты e.V. und gefördert von EVZ Foundation, dem Auswärtiges Amt, der Stiftung Erinnerung Lindau und Ukraine Calling. Ukraine-Kompetenz im Dialog.
Der Vortrag von jungen Gästen aus der Ukraine und Russland ist Teil des Begleitprogramms der Ausstellung »“Russenlager“ und Zwangsarbeit. Bilder und Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener«, die vom 18. September bis zum 18. Oktober in Bremen-Nord zu sehen ist.
Dauer der Ausstellung: 18. September – 18. Oktober 2018.
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 8:30 – 20:00 Uhr, Sa. 9:00 – 13:30 Uhr.
Begleitend gibt es ein vielseitiges Programm mit Vorträgen, Szenischer Lesung und anderem, dieses kann hier eingesehen werden: Begleitprogramm Ausstellung

 

18. September 2018, 19 Uhr

Eröffnung unserer Wanderausstellung „‚Russenlager‘ und Zwangsarbeit – Bilder und Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener“ in Bremen-Nord


Die Ausstellung zeigt großformatige Portraits ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener, die der Fotograf Lars Nickel 2007 in Russland und Armenien von ihnen aufgenommen hat. Text- und Bilddokumente bezeugen Rassismus, Brutalität und Rechtlosigkeit, denen die Gefangenen in den Lagern der Wehrmacht und während der Zwangsarbeit ausgeliefert waren.
In der Studiobühne im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus Vegesack wird die Ausstellung eröffnet mit:
Jens Böhrnsen, Bürgermeister a. D.
Dr. Peter Jahn, ehemaliger Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin Karlshorst
Ella Vaisman, Klavier

Die Ausstellung wird veranstaltet vom Bremer Freundeskreis des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI – Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Dauer der Ausstellung: 18. September – 18. Oktober 2018.
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 8:30 – 20:00 Uhr, Sa. 9:00 – 13:30 Uhr.
Begleitend gibt es ein vielseitiges Programm mit Vorträgen, Szenischer Lesung und anderem, dieses kann hier eingesehen werden: Begleitprogramm Ausstellung

 

15. September 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Samstag, 15. September 2018, 15 Uhr im Treptower Park.

Das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park – Führung und Gespräch über sowjetisches Kriegsgedenken mit Ragna Vogel

Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park. Foto: R. Vogel.

Das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park ist Zeugnis der bedingungslosen Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands. Von Berlin, der Hauptstadt des Deutschen Reiches, nahm der Krieg seinen Ausgang und hier in Berlin fand er auch sein Ende. In der „Berliner Operation“, der größten Schlacht auf deutschem Boden, wurden zwischen dem 16. April und 2. Mai 1945 allein auf dem Stadtgebiet Berlins mehr als 84.000 Menschen getötet.
Das Ehrenmal in Treptow wurde im Jahr 1949 eingeweiht, nachdem über 5000 sowjetische Soldaten hier ihre letzte Ruhestätte fanden. Wir befassen uns mit der Architektur, künstlerischen und politischen Botschaften sowie der Bedeutung der Anlage.
Im Mittelpunkt unseres Rundgangs stehen das Ehrenmal und seine Symbolik, aber auch historische Hintergründe und Schicksale, die sich dem individuellen Besucher beim bloßen Anblick nicht offenbaren.
Beginn: 15 Uhr
Treffpunkt: Eingangstor zum Ehrenmal an der Puschkinallee

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de oder Telefon: 78 70 52 88.

 

26. Juni 2018, 18 Uhr

Die „vergessenen“ Opfer des Nationalsozialismus – Wie erinnern?

2018 jährt sich das Datum der Zerstörung Chatyns zum 75. Mal. Dies möchten KONTAKTE und die Initiative Gedenkort zum Anlass nehmen, diesem Komplex nationalsozialistischer Verbrechen einen größeren Platz im öffentlichen Bewusstsein einzuräumen. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, weitere Möglichkeiten der Erweiterung des Gedenkens an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu diskutieren.
Podiumsdiskussion im Ort der Information der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas (Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin).
Das Projekt „Erinnerung bewahren“ der Stiftung Denkmal und die Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-„Lebensraum“-Politik stellen ihre Gedenkprojekte vor und diskutieren mit Berliner Studierenden über Konzeptionen einer zeitgemäßen Erinnerungskultur.
Die Veranstaltung wird gefördert von der 

und unterstützt von der Stiftung Denkmal.

Anmeldung erbeten unter: info@gedenkort-lebensraumpolitik.de

 

22. Juni 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 22. Juni 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Tagebuch eines Lagerkommandanten

Dokumentarfilm von Anja Krug-Metzinger

Mitte: Johannes Gutschmidt. Foto: privat.

2001 erschien im „Vierteljahresheft für Zeitgeschichte“ eine Dokumentati­on des Tagebuchs von Johannes Gutschmidt, Major der Reserve und Kom­mandant verschiedener Kriegsgefangenendurchgangslager in Russ­land, Weißrussland und der Ukraine. Dieses Tagebuch ist eine der weni­gen pri­mären Täterquellen für eines der größten deutschen Kriegsverbre­chen, Anja Krug-Metzinger hat daraus einen Dokumentarfilm gemacht. Anläss­lich des Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion zei­gen wir diesen Film und wollen über Schuld und Verantwortung sprechen, aber auch Gutschmidts Sicht der Dinge Berichte der Opfer gegenüberstel­len.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de oder Telefon: 78 70 52 88.

 

25. Mai 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 25. Mai 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Natalja Gontscharowa – Stilvielfalt der russischen Avantgarde

Datenbank pixabay: Aida Khubaeva

„Die Kunst meines Landes erschließt weitaus tiefere und bedeutendere Dimensionen als alles, was ich vom Westen her kenne.“
Nur bruchstückhaft kennen wir das Werk der russischen Malerin Natalja Gontscharowa, die – Kasimir Malewitsch gleich – maßgebliche Impulse der russischen Avantgarde verlieh. Irrwitzig farbstrahlend, beißend iro­nisch, ikonenruhig und Fahrrad sausend geschwind, mit „einer genialen Sati­re auf die bürgerliche Familie“ (Marina Zwetajewa), verfolgt wegen Porno­graphie und Gotteslästerung, umjubelt wegen ihrer blickverstörenden Bühnenbilder – der immer noch eher Unbekannten schenken wir Aufmerksamkeit!
Mitwirkende Helmut Ruppel, Ingrid Schmidt und Lorenz Wilkens.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88.

 

25. April 2018, 18 Uhr

75 Jahre Chatyn – »Verbrannte Dörfer« im Osten Europas

2018 jährt sich das Datum der Zerstörung Chatyns zum 75. Mal. Dies möchten KONTAKTE und die Initiative Gedenkort zum Anlass nehmen, diesem Komplex nationalsozialistischer Verbrechen einen größeren Platz im öffentlichen Bewusstsein einzuräumen. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, weitere Möglichkeiten der Erweiterung des Gedenkens an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu diskutieren.
Podiumsdikussion im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal (Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin).
Es diskutieren Natalja Kyrillova, Historikerin und ehem. Leiterin der Gedenkstätte Chatyn mit Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Touro College Berlin.
Es moderiert der Historiker und ehem. Leiter des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst Dr. Peter Jahn.
Die Veranstaltung wird gefördert von der

Anmeldung erbeten unter: info@gedenkort-lebensraumpolitik.de
 

20. April 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 20. April 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Lemberg. Die vergessene Mitte Europas

Gestern und Heute in der Stadt der „verwischten Grenzen“ ( Roth)

Foto: Datenbank pixabay

Aus Wien, Budapest, Prag und Triest kamen täglich Züge an im Hauptbahnhof von Lemberg, der fünftgrößten Stadt des habsburgischen Vielvölkerstaates. Eine unvergleichliche Stadt, das „Jerusalem des Ostens“, deren Leben Martin Buber wie Leopold von Sacher-Masoch, Bruno Schulz wie Alexander Granach und viele anderer prägte. Die k.u.k-Hymne wurde in 14 Sprachen gesungen. Polnische Oper, ukrainische Theater, jiddische Musik spielten – eine Vielfalt in verwischenden Grenzen, europäische Träume und europäische Tragödien – nicht nur zur Erinnerung…

Es lesen Ingrid Schmidt und Helmut Ruppel, es musizieren Lorenz und Albrecht Wilkens. Es lesen Ingrid Schmidt und Helmut Ruppel, es musizieren Lorenz und Albrecht Wilkens. Leseempfehlung: Lutz C. Klevemann, Lemberg- Die vergessene Mitte Europas, Aufbau Verlag 2017.
 
Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88.
 

23. März 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 16. Februar 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

„Abende nicht von dieser Welt“ – St. Petersburger Künstlerinnen des Silbernen Zeitalters

Foto: Datenbank pixabay

Im „silbernen Zeitalter“ der „russischen Renaissance“ an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert spielten hochbegabte, gebildete und selbstbewusste Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Tänzerinnen und Mäzeninnen eine wichtige Rolle.
Wir erinnern an Anna Achmatowa, Maria Zwetajewa, Natalja Gontscharowa….
Es lesen Ingrid Schmidt und Helmut Ruppel – es musizieren Marie-Luise Damrath und Lorenz Wilkens.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de,Telefon: 78 70 52 88.

 

16. Februar 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 16. Februar 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Mikroben, Märsche, Meditationen –
Frühe sowjetische Klaviermusik

Foto: privat.

In der russischen Musik liegt der große Einschnitt nicht bei der Oktoberrevolution von 1917, sondern schon 1908, als Alexander Skrjabin begann, atonal zu schreiben und ihm viele folgten mit Zwölftonversuchen, Mikrointervallen, elektronischer Musik – alles lange vor ähnlichen Experimenten im Westen. Diese Avantgarde verließ zum großen Teil nach der Revolution das Land. Was blieb, war ein buntes Spektrum aus spätromantischen Meditationen, kühn dissonanten Visionen und plakativer Musik aus sowjetischem Geist. Gottfried Eberle wird den Flügel diesmal  nicht nur für Zwischenspiele bedienen, sondern flächendeckend einen Kontakte-Abend lang.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88

 

12. Januar 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 12. Januar 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

„Hab verirrt mich im Himmel“
Der Dichter Ossip Mandelstam

Foto: Datenbank pixabay

1891 ist er in eine jüdische Kaufmannsfamilie in Warschau hineingeboren, wächst in St. Petersburg auf, schließt sich dem Kreis der Akmeisten um Anna Achmatowa an, der dem herrschenden Symbolismus eine diesseitigere Dich­tung entgegensetzte. Er, der sich als Europäer fühlt, reist viel, liebt besonders den Kaukasus. Sein „Epigramm gegen Stalin“ führt zu seiner Verhaftung und Verbannung nach Woronesh, wo er seine letzten Gedichte schreibt. Am 27. Dezember 1938 ist er auf dem Weg in ein sibirisches Lager umgekommen. Erst in den 60er Jahren konnten seine Gedichte wieder erscheinen.

Michael Hanemann wird aus ihnen lesen. Gottfried Eberle durchstreift die Biografie Mandelstams und durchwebt sie mit Musik auf Klavier und Bratsche.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88

 

17. November 2017 – Jour fixe

Einladung zum Jour Fixe am Freitag, 17. November 2017, 19 Uhr, im KOHTAKTbI-Domizil:

Viktor Schklowskij: Empfindsame Reise

Foto: Datenbank pixabay

„Wenn du fällst wie ein Stein, solltest du nicht denken, wenn du denkst, solltest du nicht fallen. Ich habe zwei Tätigkeiten vermischt.“
Das war das Resümee des Literaturwissenschaftlers und Sozialrevolutionärs Viktor Borisowitsch Schklowskij (1896-1984), der als Mitbegründer der formalistischen Schule in der Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts einen wichtigen Platz einnimmt. 1923 beschrieb er im unmittelbaren Rückblick, ohnmächtiger Beteiligter und exakter Beobachter zugleich, Revolutionsereignisse und Bürgerkrieg – ein Panorama elementarer Gewalt, die der Steuerung weitgehend entglitten war.

Einführung und Lesung: Peter Jahn

Wir bitten um Anmeldung per Email info [at] kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88

 

6. November 2017 – Kino

„Montagskino“ am 6. November 2017, 19 Uhr, im KOHTAKTbI-Domizil:

1917 – 2017 Oktoberrevolution
„Das Ende von St. Petersburg”

UdSSR 1927, 105‘, Regie: Wsewolod Pudowkin, Stummfilm

Foto: Igor Ovsyannykov (Datenbank unsplash)

Der Film beschreibt die Entwicklung eines Landarbeiters zum Revolutionär, den Sturm auf das Winterpalais und die Wandlung von St. Petersburg in Leningrad. Der Film entstand zum 10. Jahrestag der Oktoberrevolution und konkurrierte mit Eisensteins „Oktober“. Pudowkins Film wurde deshalb nur selten gezeigt. Unverdient, denn es gelang Pudowkin »die absolute Filmdichtung«, wie der Schriftsteller Heinrich Mann anlässlich der deutschen Erstaufführung lobte.

Gottfried Eberle begleitet am Klavier.