Veranstaltungen

26. Juni 2018, 18 Uhr

Die „vergessenen“ Opfer des Nationalsozialismus – Wie erinnern?

2018 jährt sich das Datum der Zerstörung Chatyns zum 75. Mal. Dies möchten KONTAKTE und die Initiative Gedenkort zum Anlass nehmen, diesem Komplex nationalsozialistischer Verbrechen einen größeren Platz im öffentlichen Bewusstsein einzuräumen. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, weitere Möglichkeiten der Erweiterung des Gedenkens an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu diskutieren.
Podiumsdiskussion im Ort der Information der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas (Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin).
Das Projekt „Erinnerung bewahren“ der Stiftung Denkmal und die Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-„Lebensraum“-Politik stellen ihre Gedenkprojekte vor und diskutieren mit Berliner Studierenden über Konzeptionen einer zeitgemäßen Erinnerungskultur.
Die Veranstaltung wird gefördert von der 

und unterstützt von der Stiftung Denkmal.

Anmeldung erbeten unter: info@gedenkort-lebensraumpolitik.de

 

25. Mai 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 25. Mai 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Natalja Gontscharowa – Stilvielfalt der russischen Avantgarde

Datenbank pixabay: Aida Khubaeva

„Die Kunst meines Landes erschließt weitaus tiefere und bedeutendere Dimensionen als alles, was ich vom Westen her kenne.“
Nur bruchstückhaft kennen wir das Werk der russischen Malerin Natalja Gontscharowa, die – Kasimir Malewitsch gleich – maßgebliche Impulse der russischen Avantgarde verlieh. Irrwitzig farbstrahlend, beißend iro­nisch, ikonenruhig und Fahrrad sausend geschwind, mit „einer genialen Sati­re auf die bürgerliche Familie“ (Marina Zwetajewa), verfolgt wegen Porno­graphie und Gotteslästerung, umjubelt wegen ihrer blickverstörenden Bühnenbilder – der immer noch eher Unbekannten schenken wir Aufmerksamkeit!
Mitwirkende Helmut Ruppel, Ingrid Schmidt und Lorenz Wilkens.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88.

 

25. April 2018, 18 Uhr

75 Jahre Chatyn – »Verbrannte Dörfer« im Osten Europas

2018 jährt sich das Datum der Zerstörung Chatyns zum 75. Mal. Dies möchten KONTAKTE und die Initiative Gedenkort zum Anlass nehmen, diesem Komplex nationalsozialistischer Verbrechen einen größeren Platz im öffentlichen Bewusstsein einzuräumen. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, weitere Möglichkeiten der Erweiterung des Gedenkens an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu diskutieren.
Podiumsdikussion im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal (Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin).
Es diskutieren Natalja Kyrillova, Historikerin und ehem. Leiterin der Gedenkstätte Chatyn mit Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Touro College Berlin.
Es moderiert der Historiker und ehem. Leiter des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst Dr. Peter Jahn.
Die Veranstaltung wird gefördert von der

Anmeldung erbeten unter: info@gedenkort-lebensraumpolitik.de
 

20. April 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 20. April 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Lemberg. Die vergessene Mitte Europas

Gestern und Heute in der Stadt der „verwischten Grenzen“ ( Roth)

Foto: Datenbank pixabay


Aus Wien, Budapest, Prag und Triest kamen täglich Züge an im Hauptbahnhof von Lemberg, der fünftgrößten Stadt des habsburgischen Vielvölkerstaates. Eine unvergleichliche Stadt, das „Jerusalem des Ostens“, deren Leben Martin Buber wie Leopold von Sacher-Masoch, Bruno Schulz wie Alexander Granach und viele anderer prägte. Die k.u.k-Hymne wurde in 14 Sprachen gesungen. Polnische Oper, ukrainische Theater, jiddische Musik spielten – eine Vielfalt in verwischenden Grenzen, europäische Träume und europäische Tragödien – nicht nur zur Erinnerung…
Es lesen Ingrid Schmidt und Helmut Ruppel, es musizieren Lorenz und Albrecht Wilkens. Es lesen Ingrid Schmidt und Helmut Ruppel, es musizieren Lorenz und Albrecht Wilkens. Leseempfehlung: Lutz C. Klevemann, Lemberg- Die vergessene Mitte Europas, Aufbau Verlag 2017.
 
Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88.
 

23. März 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 16. Februar 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

„Abende nicht von dieser Welt“ – St. Petersburger Künstlerinnen des Silbernen Zeitalters

Foto: Datenbank pixabay

Im „silbernen Zeitalter“ der „russischen Renaissance“ an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert spielten hochbegabte, gebildete und selbstbewusste Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Tänzerinnen und Mäzeninnen eine wichtige Rolle.
Wir erinnern an Anna Achmatowa, Maria Zwetajewa, Natalja Gontscharowa….
Es lesen Ingrid Schmidt und Helmut Ruppel – es musizieren Marie-Luise Damrath und Lorenz Wilkens.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de,Telefon: 78 70 52 88.

 

16. Februar 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 16. Februar 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

Mikroben, Märsche, Meditationen –
Frühe sowjetische Klaviermusik

Foto: privat.

In der russischen Musik liegt der große Einschnitt nicht bei der Oktoberrevolution von 1917, sondern schon 1908, als Alexander Skrjabin begann, atonal zu schreiben und ihm viele folgten mit Zwölftonversuchen, Mikrointervallen, elektronischer Musik – alles lange vor ähnlichen Experimenten im Westen. Diese Avantgarde verließ zum großen Teil nach der Revolution das Land. Was blieb, war ein buntes Spektrum aus spätromantischen Meditationen, kühn dissonanten Visionen und plakativer Musik aus sowjetischem Geist. Gottfried Eberle wird den Flügel diesmal  nicht nur für Zwischenspiele bedienen, sondern flächendeckend einen Kontakte-Abend lang.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88

 

12. Januar 2018 – Jour fixe

Einladung zum Jour fixe am Freitag, 12. Januar 2018, 19 Uhr im KOHTAKTbI-Domizil.

„Hab verirrt mich im Himmel“
Der Dichter Ossip Mandelstam

Foto: Datenbank pixabay

1891 ist er in eine jüdische Kaufmannsfamilie in Warschau hineingeboren, wächst in St. Petersburg auf, schließt sich dem Kreis der Akmeisten um Anna Achmatowa an, der dem herrschenden Symbolismus eine diesseitigere Dich­tung entgegensetzte. Er, der sich als Europäer fühlt, reist viel, liebt besonders den Kaukasus. Sein „Epigramm gegen Stalin“ führt zu seiner Verhaftung und Verbannung nach Woronesh, wo er seine letzten Gedichte schreibt. Am 27. Dezember 1938 ist er auf dem Weg in ein sibirisches Lager umgekommen. Erst in den 60er Jahren konnten seine Gedichte wieder erscheinen.

Michael Hanemann wird aus ihnen lesen. Gottfried Eberle durchstreift die Biografie Mandelstams und durchwebt sie mit Musik auf Klavier und Bratsche.

Wir bitten um Anmeldung per Email info@kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88

 

17. November 2017 – Jour fixe

Einladung zum Jour Fixe am Freitag, 17. November 2017, 19 Uhr, im KOHTAKTbI-Domizil:

Viktor Schklowskij: Empfindsame Reise

Foto: Datenbank pixabay

„Wenn du fällst wie ein Stein, solltest du nicht denken, wenn du denkst, solltest du nicht fallen. Ich habe zwei Tätigkeiten vermischt.“
Das war das Resümee des Literaturwissenschaftlers und Sozialrevolutionärs Viktor Borisowitsch Schklowskij (1896-1984), der als Mitbegründer der formalistischen Schule in der Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts einen wichtigen Platz einnimmt. 1923 beschrieb er im unmittelbaren Rückblick, ohnmächtiger Beteiligter und exakter Beobachter zugleich, Revolutionsereignisse und Bürgerkrieg – ein Panorama elementarer Gewalt, die der Steuerung weitgehend entglitten war.

Einführung und Lesung: Peter Jahn

Wir bitten um Anmeldung per Email info [at] kontakte-kontakty.de, Telefon: 78 70 52 88

 

6. November 2017 – Kino

„Montagskino“ am 6. November 2017, 19 Uhr, im KOHTAKTbI-Domizil:

1917 – 2017 Oktoberrevolution
„Das Ende von St. Petersburg”

UdSSR 1927, 105‘, Regie: Wsewolod Pudowkin, Stummfilm

Foto: Igor Ovsyannykov (Datenbank unsplash)

Der Film beschreibt die Entwicklung eines Landarbeiters zum Revolutionär, den Sturm auf das Winterpalais und die Wandlung von St. Petersburg in Leningrad. Der Film entstand zum 10. Jahrestag der Oktoberrevolution und konkurrierte mit Eisensteins „Oktober“. Pudowkins Film wurde deshalb nur selten gezeigt. Unverdient, denn es gelang Pudowkin »die absolute Filmdichtung«, wie der Schriftsteller Heinrich Mann anlässlich der deutschen Erstaufführung lobte.

Gottfried Eberle begleitet am Klavier.