85 Jahre nach dem 22. Juni 1941: Opfer der NS-Verbrechen in Osteuropa unterstützen

Nicht mehr lange besteht die Chance, historische Verantwortung zu übernehmen!

Wir vom Verein KONTAKTE-КОНТАКТЫ laden Sie anlässlich dieses Jahrestages ein den Opfern zu gedenken und den Überlebenden jetzt zu helfen.

Frauen und Kinder bei den Ruinen der ihnen gehörenden Häuser, zerstört von den deutsch-faschistischen Besatzern, 1943 Belorussische SSR. Photo © Photothek des historischen Instituts des ZK der Belorussischen KP

Am 22. Juni 1941 begann mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion ein Vernichtungskrieg, der schätzungsweise 27 Millionen Menschen das Leben kostete und unermessliches Leid über Osteuropa brachte. Besonders die Zivilbevölkerung in den heutigen Staaten Ukraine, Belarus und Russland wurde Opfer von Besatzungsterror, Hunger, Zwangsarbeit, Massenerschießungen sowie der Zerstörung ganzer Dörfer und Städte. 85 Jahre später leben noch viele der Opfer dieser nationalsozialistischen Verbrechen. Sie sind hochbetagt, vielfach in Not – und ihre Zahl wird von Jahr zu Jahr kleiner. Der Jahrestag des 22. Juni erinnert uns daran, dass historische Verantwortung nicht nur im Gedenken und aus Lehren aus der Geschichte besteht, sondern auch in konkreter Unterstützung der letzten noch lebenden Opfer.

Seit 2003 unterstützt unser Verein vergessene Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen, die in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion leben. Sie sind hochbetagt und auf finanzielle und materielle Unterstützung angewiesen. Für viele bedeutet die Hilfe auch eine Anerkennung des ihnen zugefügten Unrechts, denn unsere Hilfe erreicht diejenigen, die von anderer Seite keinerlei Unterstützung erfahren haben.

In Briefen berichten uns ehemalige minderjährige Gefangene in deutschen Lagern, minderjährige Zwangsarbeitende, jüdische Ghettoüberlebende aus der Ukraine und Überlebende der verbrannten Dörfer in Belarus von ihrem Leid und ihren Hoffnungen:

„Ich habe einen Geldbetrag erhalten, und dann bekam ich einen Brief von ‚KONTAKTE‘, der mich zutiefst berührte. Besonders unerwartet war, dass sich die heutigen Deutschen nicht nur der Tragödie der Belarussen bewusst sind, die sich vor über 80 Jahren ereignet hat, sondern dass sie ihr Bestes tun, um die Informationen darüber im Gedächtnis zu bewahren.“

(Tatjana Grigorjevna K. aus dem Gebiet Mogiljov in Belarus überlebte 1943 die Vernichtung ihres Heimatdorfes durch die Wehrmacht.)

NS-Überlebende in der Ukraine in akuter Not

Der Zweite Weltkrieg wurde vor mehr als 80 Jahren beendet, doch noch immer gibt es viele Tausend Überlebende der nationalsozialistischen Verbrechen in Osteuropa, die unsere Unterstützung dringend benötigen. Die in der Ukraine lebenden NS-Opfer müssen heute einen zweiten Krieg in ihrem Leben erleiden, der alte Traumata wachruft und ihre prekäre Situation verschärft. Wir finanzieren Medikamente und medizinische Versorgung, in einigen Fällen auch Heizmittel und andere Hilfsgüter.

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.

Feurigstr. 68, 10827 Berlin, www.kontakte-kontakty.de

Spendenkonto: Berliner Volksbank, DE48 1009 0000 3065 5990 06,

Kennwort: 22. Juni