Vortragsreihe „Verbrannte Dörfer im Osten Europas“

Seit 2012 engagiert sich KONTAKTE-KOHTAKTbI e. V. im Rahmen des „Bürger-Engagements für vergessene NS-Opfer“ für die Überlebenden der verbrannten Dörfer in Belarus. Der Verein widmet sich damit jenen Menschen, die im Zusammenhang der mörderischen Partisan*innenbekämpfung der deutschen Besatzer misshandelt, zur Zwangsarbeit verschleppt und ermordet wurden, während ihre Dörfer der Brandschatzung anheimfielen.

Obwohl mittlerweile viele Aspekte des deutschen Vernichtungskriegs im Osten Europas geschichtswissenschaftlich erforscht sind und auch immer mehr Opfer des nationalsozialistischen Terrors durch die Bundesrepublik Anerkennung finden, ergeben sich gerade hinsichtlich der an der Zivilbevölkerung im Osten Europas verübten Verbrechen große Leerstellen. Das Schicksal dieser Opfergruppe spielt in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch eine höchstens marginale Rolle.

Anlässlich des sich in diesem Jahr zum 75. Mal jährenden Tags der Befreiung hat KONTAKTE- KOHTAKTbI e.V. gemeinsam mit der Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-„Lebensraum“- Politik eine Vortragsreihe organisiert, um diesen Teil der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik geschichtswissenschaftlich zu erhellen und in die Öffentlichkeit zu tragen. An fünf Terminen erörtern sechs Historiker*innen verschiedene Aspekte und Phasen dieses Verbrechenskomplexes. Mit der Verlesung ausgewählter Freitagsbriefe möchten wir außerdem den Opfern über 75 Jahre nach den Ereignissen Gehör verschaffen.

Mehr Information und alle Termine finden sie auf der Seite gedenkort-lebensraumpolitik.de.