{"id":905,"date":"2017-11-27T13:30:16","date_gmt":"2017-11-27T12:30:16","guid":{"rendered":"http:\/\/kontakte-kontakty.de\/?page_id=905"},"modified":"2017-12-04T11:05:36","modified_gmt":"2017-12-04T10:05:36","slug":"prof-dr-med-alexander-isaakowitsch-karachunskiy-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kontakte-kontakty.de\/ru\/prof-dr-med-alexander-isaakowitsch-karachunskiy-2\/","title":{"rendered":"Prof. Dr. med. Alexander Isaakowitsch Karachunskiy"},"content":{"rendered":"<p>Prof. Dr. med. Alexander Isakowitsch Karachunskiy<br \/>\n Leiter der multizentrischen kooperativen Gruppe<br \/>\n \u201eMoskau-Berlin-Protokoll\u201c (ALL-MB) zur Behandlung von Kindern mit akuter lymphoblastischer Leuk\u00e4mie (ALL).<br \/>\n Institut f\u00fcr P\u00e4diatrische H\u00e4matologie, Onkologie und Immunologie<br \/>\n Ul. Samori Maschela 1, Moskau 117198.<\/p>\n<p>1960 geboren, der Vater: Isaak Wolfenson, war von Beruf Elektroingenieur, die Mutter: Zinaida Karatschunskaja, Chemikerin von Beruf. Alexander Karachunskiy wuchs in Moskau auf. Schon als Zehnj\u00e4hriger wollte er sp\u00e4ter Arzt werden und war aktiv in der Schulgruppe \u201eJunge Mediziner\u201c. Zu Beginn des Medizinstudiums wollte er zun\u00e4chst Neurologe werden und widmete sich zun\u00e4chst der Molekularbiologie. Dabei lernte er die Tragik der unter Stalin verfolgten sowjetischer Genetiker kennen. Alexander gewann die Erkenntnis, dass Wissenschaft unabh\u00e4ngig und frei von politischen Dogmen sein muss. \u201eEhrlichkeit, Ehrlichkeit!\u00a0\u2013 pr\u00e4gte ihm sein Mentor am Institut f\u00fcr Molekularbiologie ein, Dr.\u00a0Viktor Barskij.<\/p>\n<p>Sein Doktorvater A.\u00a0Rumanzew wies ihm den Weg zum Russischen Republiks-Kinderkrankenhaus, wo er als Arzt in der Onkologie-H\u00e4matologie-Abteilung seinen Berufsweg begann. Es war eine Kinderkrebs-Station, in der nahezu alle Patienten starben, ein Albtraum f\u00fcr jeden Arzt. Ende der 80er Jahre lernte er die Erfolge im Westen kennen und stellte sich die brennende Frage: \u201eWarum haben wir diese schrecklichen Ergebnisse, obwohl wir doch eigentlich die gleichen Medikamente nutzen wie in Deutschland?\u201c Als dann an seiner Station das deutsche Therapieprogramm BFM \u00fcbernommen wurde und viele seiner Patienten auch an den Folgen der Chemotherapie verstarben, suchte er nach einer L\u00f6sung\u00a0\u2013 und fand sie in Berlin. \u201eIch kam zu Prof.\u00a0Henze, in dessen Station f\u00fcr Onko\/H\u00e4matologie im Virchow-Klinikum ich vier Monate lang gearbeitet habe. Ich konnte zun\u00e4chst kein Wort Deutsch und absolvierte die ersten sechs Wochen einen Intensivkurs am Goethe-Institut. Im Austausch mit G\u00fcnter Henze verstand ich allm\u00e4hlich, wie k\u00fcnftig unsere Patienten zu behandeln seien: Die Therapie muss einfacher in der Anwendung sein und nicht so toxisch, aber gleichwertige Ergebnisse wie das ber\u00fchmte BFM-Protokoll erzielen.\u201c Es war die Geburtsstunde des \u201eMoskau-Berlin-Protokolls\u201c. Nach seiner R\u00fcckkehr \u00fcbernahm Alexander die Leitung der Abteilung f\u00fcr Onkologie und H\u00e4matologie am Republiks-Kinderkrankenhaus, wo er eine Revolution veranstaltete. Jede Krankenschwester war zuvor auf ein bestimmtes Behandlungssegment spezialisiert. So konnte sie keine Verantwortung f\u00fcr den ganzen Patienten empfinden. Alexanders Schlachtruf damals: \u201eRichtige Patientenpflege nach deutschem Vorbild!\u201c Er k\u00fcndigte allen, die dem nicht folgten und machte sich dabei nicht nur Freunde. Unnachgiebig sorgte er f\u00fcr Hygiene und war streng gegen\u00fcber M\u00fcttern, die mit schmutzigen H\u00e4nden zu ihren Kindern ans Bett kamen. Ein gewissenhaftes Hygieneregime ist die Voraussetzung f\u00fcr die Behandlung von Kindern, deren Immunsystem in der Chemotherapie zusammenbricht. Unterst\u00fctzt von KONTAKTE-KOHTAKTbI\u00a0e.V. und anderen F\u00f6rderern wie dem damaligen Arzt an der deutschen Botschaft, Dr.\u00a0Martin Friedrichs, im st\u00e4ndigen Austausch mit seinen Berliner Kollegen, wurde diese Station mit ihren wachsenden Erfolgen zu einem Vorbild f\u00fcr alle russischen Kinderkrebs-Zentren, ja, zum Vorbild f\u00fcr die russische Medizin. \u201eEs war wie im Krieg, Feind ist der Krebs. Ich lebte wie im Kampf, aus Sorge um das Leben dieser Kinder.\u201c Im Jahre 2001 musste Alexander Karachunskiy die Leitung abgeben und es gab einen schmerzhaften Einschnitt in seinem Leben. Er wurde Professor am staatlichen Russischen Institut f\u00fcr Kinderh\u00e4matologie, als wissenschaftlicher Berater zust\u00e4ndig f\u00fcr die p\u00e4diatrische Onkologie in Russland. Dies verbindet er mit seiner Lebensaufgabe als Leiter der in Russland bis heute einzigartigen kooperativen multizentrischen Studiengruppe, der ALL-MB-Gruppe: den Kampf gegen den Krebs fortzusetzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kontakte-kontakty.de\/kinderleukaemie\/\">zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. med. Alexander Isakowitsch Karachunskiy Leiter der multizentrischen kooperativen Gruppe \u201eMoskau-Berlin-Protokoll\u201c (ALL-MB) zur Behandlung von Kindern mit akuter lymphoblastischer Leuk\u00e4mie (ALL). Institut f\u00fcr P\u00e4diatrische H\u00e4matologie, Onkologie und Immunologie Ul. Samori Maschela 1, Moskau 117198. 1960 geboren, der Vater: Isaak Wolfenson, war von Beruf Elektroingenieur, die Mutter: Zinaida Karatschunskaja, Chemikerin von Beruf. 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