From Teacher to Coach: Projektverlauf

Im Projekt „From Teacher to Coach” nehmen 20 Geschichtslehrkräfte aus Belarus, der Ukraine, Russland und Deutschland teil. In internationalen Teams erarbeiten sie eine Fortbildung für Geschichtslehrkräfte zum Thema NS-Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und dessen „vergessene“ Opfer. Dabei nehmen sie einerseits didaktische und methodische Herausforderungen, die dieses Thema birgt, in den Blick. Andererseits geht es in der Fortbildung darum, Geschichtslehrkräften Instrumente in die Hand zu geben, um die Teilhabe und die Mitsprache ihrer Schüler*innen zu erhöhen und das autonome Lernen zu fördern. Die Lehrkräftefortbildung setzt sich daher aus folgenden Modulen zusammen: Auseinandersetzung mit Multiperspektivität und Kontroversität als didaktische Prinzipien, Kritischer Umgang mit den historischen Quellen, Vertiefung von partizipativen und interaktiven Methoden sowie Einführung in Online-Tools für die digitale Arbeit im Unterricht.

Treffen von Projektpartnern und Projektkoordination I

Im August 2021 fand das Treffen der Projektpartner und -koordination als hybrides Format am Standort des Projektpartners STAN in Iwano-Frankiwsk (Ukraine) statt. Inhaltliche und organisatorische Fragen und Herausforderungen des Projekts wurden diskutiert und das gemeinsame Vorgehen festgelegt.

Regionale Treffen I

Diese Treffen fanden im September oder Oktober 2021 in den jeweiligen Ländern statt. Sie wurden von den Projektpartnern durchgeführt. Die Treffen dienten der Einführung ins Projekt und der Vorbereitung auf die Geschichtswerkstatt I. Ferner erhielten die Teilnehmenden durch die Vertreter*innen der Partnerorganisationen ersten Input zum geplanten Modul „Einführung in Online-Tools für die digitale Arbeit im Unterricht“ und sie setzten sich mit dem Thema ökologisch nachhaltige Projektarbeit auseinander.

Geschichtswerkstatt I

Vom 7. bis 11. November 2021 fand die Geschichtswerkstatt I – das erste gemeinsame Treffen aller Teilnehmenden, Partner*innen und Koordinatorinnen in Chişinău (Republik Moldau) statt. Nachdem absehbar war, dass die Geschichtswerkstatt aufgrund der COVID-19-Einreisebestimmungen nicht wie ursprünglich geplant in Berlin oder in einem der Partnerländer stattfinden werden kann, fiel die Wahl auf Republik Moldau. Neben den zahlreichen thematischen Workshops, die den einzelnen Modulen der zukünftigen Fortbildung gewidmet wurden, wurde viel Wert auf vertrauensbildende Maßnahmen gelegt. Ferner stellten die Lehrkräfte sich gegenseitig die Schulsysteme ihrer Länder und den Geschichtsunterricht zum Thema Zweiter Weltkrieg vor. Darüber hinaus stand auch eine Führung durch das ehemalige jüdische Ghetto Chişinăus auf dem Programm.

Die Lehrkräfte bildeten vier internationale Arbeitsgruppen, in denen sie mit der Arbeit für die Module begannen. Für die weitere Zusammenarbeit werden neben dem Austausch über Messenger-Dienste und kollaborative Tools regelmäßig Video-Treffen stattfinden.

Die Atmosphäre während der Geschichtswerkstatt I war sehr freundschaftlich, respektvoll und kollegial. Die Teilnehmenden begannen hochmotiviert in den letzten beiden Tage an der Fortbildung in ihrer Arbeitsgruppen zu arbeiten.

From Teacher to Coach Geschichtswerkstatt 1

Treffen von Projektpartnern und Projektkoordination II

Im Anschluss an die Geschichtswerkstatt I fand in Rişcova (Republik, Moldau) das zweite Treffen der Projektpartner und -koordination II statt. Das zweitägige Treffen im Trainingscenter „EcoVillage“, das von der Organisation EcoVisio betreut wird, diente sowohl der Auswertung der Geschichtswerkstatt I als auch der Planung der weiteren Projektschritte. Ein weiteres Thema war (ökologische) Nachhaltigkeit, zu dem die Organisation EcoVisio Input beisteuerte.