Spendenstand Bürger-Engagement

Spenden im Jahr 2017 für vergessene NS-Opfer in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion (Stand 31.12.2017)

Spendeneingang: 254.481,77 €

  • Spendenübermittlung:
    an ehemalige sowjetische Kriegsgefangene:
    163.985,02 €
    an Überlebende verbrannter Dörfer in Belarus: 141.000,00 €

    insgesamt: 304.985,02 €
    Sachkosten: 14.092,75 €
    abgezogene Verwaltungskostenpauschale: 12.700,00 €

  • Spendenübermittlung an KZ- und Ghettoüberlebende in der Ukraine:
    Spendeneingang: 33.466,90 €
    Spendenübermittlung: 25.000,00 €

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. hat für das Projekt „Bürger-Engagement für vergessene NS-Opfer“ bislang über 5,1 Millionen Euro eingeworben.
Diese Gelder übermitteln wir zeitnah durch uns gut bekannte Partnerorganisationen.

Stand der Übermittlung insgesamt

Seit August 2003 bis Ende 2016 überwiesen wir 4,1 Millionen Euro in die Ukraine, nach Russland, Estland, Belarus, Armenien, Georgien, Moldowa und Kasachstan.

Wir übermitteln in der Regel pro Person einmalig 300 Euro. In Armenien, Belarus, Georgien, der Ukraine und Russland helfen wir inzwischen auch mit Sachspenden, die im Land selbst durch unsere Kooperationspartner erworben werden, wie medizinische Hilfe, Heizmittel, Unterstützung im Haushalt. Dieser Bedarf wuchs mit dem zunehmenden Alter der NS-Opfer.

390 000 Euro wurden für Übermittlungskosten (Verwaltungskosten der Kooperationspartner im Ausland, Bankgebühren, Spendenreisen) und Übersetzungen benötigt. Da die staatlich finanzierten Stiftungen in Belarus, Russland und der Ukraine, die mit uns zusammenarbeiteten, im Jahr 2011 geschlossen wurden, müssen wir unsere jetzigen Vertragspartner (‚Nicht-Regierungs-Organisationen‘) auch finanziell bei der Übermittlung der Spenden unterstützen.

Verwaltungskosten

Die Kostenpauschale zur Verwaltung der Spenden wurden vom Vorstand des Vereins für das „Bürger-Engagement“ im Jahr 2005 auf 5 Prozent der Spendeneingänge festgelegt. Da der Verein keinerlei institutionelle Förderung bekommt, und auch inzwischen keine arbeitsmarktpolitisch geförderten Stellen mehr hat, ließ sich der Verzicht auf Verwaltungskosten nicht durchhalten.

Empfänger

Spendengelder für das Projekt „Bürger-Engagement“ erreichten bislang über 9000 NS-Opfer, die in Armut leben, darunter fast 7400 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, die Zwangsarbeit leisten mussten.
Die Spendengelder gehen vorwiegend an solche NS-Opfer, die von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ nicht begünstigt werden konnten.

Hierzu im Einzelnen:

In der Ukraine haben wir an 2.248 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene je 300 Euro übermittelt, zusätzlich 151 300 Euro medizinische und Notfallhilfe, in Belarus an 775, zusätzlich 78 500 Euro Notfallhilfe, in Russland an 3128, zusätzlich 111 200 Euro Notfallhilfe, in Estland an 46, in Georgien an 643, zusätzlich 485 350 Euro medizinische und Notfallhilfe, in Moldowa an 7 und in Kasachstan an 2. In Armenien erhielten 547 ehemalige Kriegsgefangene insgesamt 743 000 Euro.

Weiterhin konnten wir mehr als 900 jüdische NS-Opfer in der Ukraine, die dem Genozid entkamen und versteckt überlebten, in das „Bürger-Engagement“ einbeziehen. Aus den dafür zweckgebundenen Spenden wurden bis Dezember 2016 weitere 221 950 Euro an diese Personengruppe ausgezahlt.

Außerdem bedachten wir an die 80 besonders bedürftige ehemalige Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und andere NS-Geschädigte mit gut 20 000 Euro. Es handelte sich um einzelne Personen, deren Anträge abgelehnt worden waren, überwiegend wegen Versäumnis die Antragsfrist oder wegen Nicht-Anerkennung von Haftstätten.

Seit 2012 bezogen wir 1137 Überlebende der von der deutschen Wehrmacht verbrannten Dörfer in Belarus in das Bürger-Engagement ein. An sie übermittelten wir insgesamt 341 100 Euro.

Die Spendenverwendung erscheint laufend unter Meldungen.