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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Wir über uns.

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. – der kyrillische Teil ist auch auf einer deutschen Schreibmaschine buchstabierbar – wurde im Januar 1990 unter dem kurzzeitigen Namen „Deutsch-Sowjetische Kontakte“ ins Leben gerufen.

Die Idee.

Die Idee zur Vereinsgründung kam schon vor der „Wende“ im damaligen Westberlin, als Gorbatschows Perestrojka die Hoffnung auf eine humane Gesellschaft nährte. Im Dialog mit den gesellschaftlichen Erneuerern im Osten sollte am Ende des Kalten Krieges die Voraussetzung für eine friedliche Zukunft gesetzt werden.

Das konnte nicht geschehen ohne Rückbesinnung auf die Geschichte. Als der Verein 1991 für sein Wirken im Sinne der Völkerverständigung als gemeinnützige Körperschaft registriert worden war, konnte ein erstes Zeichen gesetzt werden: Am 50. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion gaben hundert junge Musiker aus St. Petersburg im großen Saal des Berliner Schauspielhauses mit der 7. Sinfonie von Schostakowitsch ein Gedenkkonzert für die Opfer des Krieges. Zur gleichen Zeit wurde eine international beachtete deutsch-sowjetische Historikerkonferenz über Ursachen, Opfer und Folgen dieses Krieges durchgeführt.

Hilfe für die Opfer des NS-Regimes …

In den darauf folgenden Jahren führten viele Seminarreisen „auf den Spuren der Wehrmacht“ durch Weißrussland und das Baltikum. Auf einigen Stationen der Reisen fanden sich Partner, mit denen zusammen Vereinsprojekte gestaltet wurden. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Wanderausstellung „Shoa in Lettland“, die 1998 zum Nationalen Gedenktag durch die Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth und den Vereinsvorsitzenden Dr. Norbert Meisner im Bonner Bundeshaus eröffnet wurde.

Indem Bundestagsabgeordnete die Schicksale der Überlebenden der Shoa im Osten kennen lernten, die bis dahin von der deutschen Politik ignoriert wurden, begann KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. seinen andauernden Einsatz für die Opfer des NS-Regimes im Osten. Geschichtsaufklärung und humanitäre Zuwendungen bestimmen jetzt diesen Bereich der Vereinsarbeit.

Die Vereinsgründung wurde überschattet von Katastrophenmeldungen. Die Folgen von Tschernobyl gaben den Impuls für ein Projekt, das heute weit über den ursprünglichen Anlass hinaus reicht. 1990 wurde die Leiterin einer Kinderkrebs-Station in Minsk, Weißrussland, nach Berlin eingeladen, für deren Patienten das Berliner Abgeordnetenhaus eine halbe Million Mark von der Lotto-Stiftung übermittelte. Es war das „Gründungskapital“ einer wirkungsvollen Hilfe für leukämiekranke Kinder, von denen bis dahin in der Sowjetunion kaum eines überlebte.

… und für leukämiekranke Kinder.

Seit 1991 fördern wir ein Therapieprogramm für leukämiekranke Kinder in Russland. Moskauer Kinderonkologen und Krankenschwestern vermittelten wir deutsche Stipendien und liefern regelmäßig Medikamente und medizinisches Material, bisher für insgesamt rund 2,6 Millionen Euro aus Spendengeldern.

Da wir in engem Kontakt zu unseren direkten russischen Partnerinnen und Partnern stehen, kommen diese Hilfsgüter nicht in fremde Hände. So sind wir glücklich festzustellen, dass heute die Mehrheit aller russischen Kinderkrebs-Zentren von dem durch uns geförderten Therapieprogramm mit der Bezeichnung „Moskau-Berlin-Protokoll“ profitiert, das über 80 Prozent der Leukämiepatienten im Kindesalter das Überleben ermöglicht.

Das KOHTAKTbI-Domizil.

Foto: Heinz Böke.

Im Mittelpunkt des Vereins steht das KOHTAKTbI-Domizil, in dessen vorderem Bereich ein Konzertflügel den Raum dominiert. Musikalisch-literarische Veranstaltungen finden häufig statt – das Zusammenspiel deutscher und russischer Kultur widersteht allen politischen Misstönen. Hinter Ausstellungstafeln verborgen sind die Arbeitsplätze, wo Projekte mit weit reichender Wirkungentstehen. Von hier aus wurden schon Jugendbegegnungen, Zukunftswerkstätten, Ausstellungen und Seminarreisen geplant und gesteuert. Nicht alle Ideen nehmen reale Gestalt an. Denn ohne institutionelle Förderung lebt der Verein und finanziert sich allein durch Bürger-Engagement. Je mehr Mitglieder und Förderer wir haben, umso vielfältiger wird unsere Arbeit. Fördermitglieder sind also hochwillkommen.

Berichte aus der Vereinsarbeit.

Vorstand.

Vorsitzender: Dr. Gottfried Eberle, Musikwissenschaftler, Pianist
ehrenamtlicher Geschäftsführer: Eberhard Radczuweit
Vorstand: Bernhard Blankenhorn, Rechtsanwalt,
 Gisela Hanssen, Lehrerin i.R.,
 Dr. Peter Plieninger, Chemiker,
 Eberhard Radczuweit,
 Ingrid Schmidt M.A., Gymnasiallehrerin i.R., Dozentin in der kirchlichen Erwachsenenarbeit,
 Dr. med. Arend von Stackelberg, Kinderarzt, Onkologe
Beirat: Dr. Helmut Domke,
 Prof. Dr. med. Günter Henze,
 Dr. Peter Jahn, ehemaliger Leiter des Museums Berlin-Karlshorst,
 Prof. Dr. med. Alexander Karachunskiy,
 Prof. Dr. Jutta Limbach †,
 RA Lothar C. Poll,
 Dr. Hilde Schramm,
 Prof. Dr. Wolfram Wette

Satzung.

Projektpartner.

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