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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Archiv älterer Meldungen.

2004 | 2003 | 2002 | 2001 | 2000.

2004.

Weitere 10 000 Euro für ehemalige armenische Kriegsgefangene.

(Dezember 2004) Am 21. Dezember wurden 10 000 Euro auf das Konto der armenischen Partnerorganisation von KONTAKTE-KOHTAKTbI überwiesen. Der Verein der rehabilitierten Gefangenen des Zweiten Weltkrieges betreut jetzt 340 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

Jeder von ihnen erhält somit weitere 40 Euro, was im Durchschnitt einer zweifachen Monatsrente in Armenien entspricht. Damit wurden bislang insgesamt 90 000 Euro an ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in Armenien übermittelt.

Mitgliederversammlung von KONTAKTE-KOHTAKTbI bestätigte Themenschwerpunkte.

(Dezember 2004) Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. am 17. Dezember standen die weitere Unterstützung leukämiekranker Kinder in Russland und Belarus (Weißrussland) sowie die Weiterentwicklung der Initiative Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa, die keine Entschädigung von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ keine Leistungen erhalten können.

Rechenschaftsbericht zur Jahresmitgliederversammlung 2004.

Auszüge aus dem Protokoll der Jahresmitgliederversammlung 2004.

Internet-Auftritte von KONTAKTE-KOHTAKTbI aufgefrischt.

(November 2004) Vermutlich haben Sie es sofort bemerkt: Wir haben unseren Internet-Auftritten wieder einmal eine Auffrischung gegönnt. Links in der Navigationsspalte finden Sie ab sofort alle Themen, die sich um Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit drehen, zusammengefasst und übersichtlicher als bisher unter einem Link: NS-Opfer im Osten.

In einem völlig neuen Layout präsentiert sich das Projekt „Schüler helfen ehemaligen Zwangsarbeitern und anderen NS-Opfer in Kiew, Minsk und Moskau“. Um Hintergrundbeiträge zum Missbrauch von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter und zum System der NS-Zwangsarbeit erweitert wurde die Website des Projekts „Bürger-Engagement“. Die Links zu beiden Projekten finden Sie jetzt einheitlich unter NS-Opfer im Osten.

Ein halbes Jahrhundert später Hoffnung auf ein Wiedersehen.

(November 2004) Als 12jähriger Junge hatte sich Horst Auge 1944 in Berlin mit dem 17jährigen ukrainischen Zwangsarbeiter Viktor Galtschenko angefreundet. Doch nach dem Krieg verloren beide sich aus den Augen.

Ein Bericht in der Zeitung der Gewerkschaft ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) führte Horst Auge am 12. November in das Büro von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. Ein Telefonat brachte die Gewissheit: Viktor Galtschenko lebt. Jetzt wartet er, ihn bald in der Ikraine besuchen zu können.

Der Bericht über diese deutsch-ukrainische Jugendfreundschaft.

Belorussischer Nationalfonds „Verständigung und Versöhnung“ bittet um Hilfe.

(November 2004) Der Belorussischer Nationalfonds „Verständigung und Versöhnung“ hat sich am 24. November mit der Bitte an KONTAKTE-KOHTAKTbI gewandt, auch belorussische (weißrussische) Kriegsgefangene bei der Verteilung von Spenden zu berücksichtigen.

In dem Schreiben heißt es:

Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit auf eine Kategorie von NS-Opfern richten, die am meisten gelitten hat – die Kriegsgefangenen. Auf unserer EDV-Datenbank befinden sich 2.000 ehemalige Kriegsgefangene, und diese erhalten keinerlei finanzielle Unterstützung. Sie haben damit begonnen, Kriegsgefangenen finanzielle Hilfe zu leisten, die in der Ukraine und Armenien leben. Die ehemaligen Kriegsgefangenen aus Weißrussland hoffen, dass Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auch ihnen finanzielle Hilfe leisten können.

Mit Hochachtung und den besten Wünschen.

Gennadij Kosenkov.
Projektkoordinator und Pressesekretär.

Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin im Internet veröffentlicht.

(November 2004) „… auch in Respekt vor dem den Antragstellern von Deutschen zugefügten Unrecht und Leid“ habe das Gericht das einstweilige Rechtsschutzbegehren von zwei ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen aus rechtlichen Gründen ablehnen müssen, heißt es in der ungewohnt ausführlich begründeten Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin, die seit kurzem auch im Internet nachzulesen ist.

Zum besseren Verständnis des juristischen Textes bieten wir auch eine von unserem Mitglied Heinz W. Pahlke kommentierte Zusammenfassung der Entscheidung.

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin im vollen Wortlaut.

Die kommentierte Zusammenfassung der Entscheidung.

Gesucht: Zeugen der NS-Zwangsarbeit.

(November 2004) Überlebende der NS-Zwangsarbeit aus Russland, aus der Ukraine und anderen Ländern Osteuropas, die während der NS-Zeit in Berlin und Umgebung Zwangsarbeit leisten mussten, möchten gerne mit Kolleginnen und Kollegen zusammen treffen, die damals in Berliner Betrieben arbeiteten oder in der Nähe ihrer Lager lebten und arbeiteten, um mit ihnen Erinnerungen und Erfahrungen über diese Zeit auszutauschen.

Der Seniorenarbeitskreis der IG-Metall Berlin und KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. bitten deshalb im „Senioren-Report“ der IG Metall:

„Meldet euch, wenn ihr damals in Berlin oder in der Berliner Umgebung in einem Betrieb mit Zwangsarbeitern gearbeitet habt oder auf andere Weise Kontakte mit diesen Menschen hattet und Erinnerungen an diese Zeit habt. Hört euch bei Bekannten und Verwandten um, und wenn ihr jemanden trefft, gebt uns Bescheid!“

Multizentrische Studiengruppe tagt in Moskau.

(November 2004) Rund 80 Kinderonkologen aus 30 russischen und belorussischen Kinderkliniken treffen sich am 26. und 27. November 2004 in Moskau zu einer wissenschaftlichen Tagung. Sie sind Mitglieder der multizentrischen Studiengruppe, die ein Therapieprogramm für Kinder mit akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) weiter entwickeln: das „Moskau-Berlin-Protokoll“ (MB).

Aus Berlin nimmt Prof. Dr. med. Günter Henze (Charité) teil. Im Rahmen des Therapieprogramms werden jährlich 400 Patienten behandelt, von denen etwa 300 langfristig geheilt werden können. Diese MB-Studiengruppe zählt zu den größten der Welt. Die Zusammenarbeit in Form einer multizentrischen Studiengruppe ist einzigartig in Russland und beispielhaft für andere Krankheitsentitäten.

Die Tagung dient der Information aller beteiligten Zentren über den Verlauf der Studie, der Qualitätskontrolle, der Planung weiterer klinischer Studien, insbesondere aber auch der Fortbildung der Ärzte. KONTAKTE-KOHTAKTbI finanziert diese Tagung mit 15 236 Euro. Seit nahezu 15 Jahren fördert der Verein aus Spendenmitteln die Entwicklung einer effektiven Behandlung leukämiekranker Kinder in Russland.

Ein Traum, der wahrscheinlich nie verwirklicht wird…

(Oktober 2004) „Eine zusätzliche Rente wäre natürlich sehr wichtig“, sagt Grinewitsch Wajtscheslawa Franzewna über ihre Mutter. „Auf diese Weise hätte sie wenigstens die letzten Tagen ihres Lebens normal gelebt. Das ist aber nur ein Traum, der wahrscheinlich nie verwirklicht wird…“

Mitte Oktober weilte KONTAKTE-KOHTAKTbI-Projektleiter Eberhard Radczuweit erneut in der Ukraine, um Spendengelder zu übergeben und mit verschiedenen Projektpartnern über die nächsten Schritte zu beraten. Zu ihnen gehört unter anderem auch der Ukrainische Verband der jüdischen KZ- und Ghetto-Überlebenden.

Ausführlicher Bericht von Eberhard Radczuweit.

Ansprache für den Ukrainischen Verband der jüdischen KZ- und Ghetto-Überlebenden.

Dankschreiben der Jüdischen Gemeinde in Ivankov.

(Oktober 2004) In einem Schreiben an KONTAKTE-KOHTAKTbI hat sich die Jüdische Gemeinde in Ivankov für die finanzielle Hilfe für eines ihrer Gemeindemitglieder bedankt. In dem Brief heißt es:

An den Projektleiter des gemeinnützigen Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI, Eberhard Radczuweit.

Im Namen unseres Mitgliedes, des Ghetto-Insassen Herrn Lerman Leonid Michajlowitsch wollte ich meine herzliche Dankbarkeit für die Finanzhilfe äußern. Sie kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, weil Herr Lerman zur Zeit sehr krank ist und finanzielle Unterstützung braucht. Ihre Organisation und Sie persönlich leisten eine sehr wichtige Arbeit.

Ich bin auch allen Mitarbeitern des Kiewer Verbandes der Ghetto- und KZ-Überlebenden für eine freundliche.V.rmittlung sehr dankbar. Ihr habt uns nicht vergessen.

Gott segnet Euch!

Gesundheit, Glück, langes Leben und gutes Gelingen!

Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in der Siedlung Ivankov (Gebiet Kiew)
Nelja Grigorovitsch.

Moskauer Partnerschule übergab Spenden an ehemalige KZ-Häftlinge.

(Oktober 2004) Am 20. Oktober 2004 fand im Sacharow-Museum in Moskau die feierliche Übergabe von Spenden an NS-Opfer statt. Sechs Schülerinnen und Schüler unserer Moskauer Partnerschule „Schule der Selbstbestimmung“ übergaben an sechs Frauen, Überlebende eines Konzentrationslagers bei Roslawl, insgesamt 1800 Euro.

Weil dieses KZ in Deutschland nicht registriert ist, erhalten die ehemaligen Häftlinge keine offiziellen Zuwendungen aus Deutschland. Das von uns initiierte Bürger-Engagement für „vergessene“ NS-Opfer ermöglichte diese Hilfeleistung und Würdigung der begünstigten alten Frauen durch Jugendliche, die an unserer Initiative „Schüler helfen NS-Opfern“ in Moskau, Minsk und Kiew teilnehmen. Die Veranstaltung wurde vom Moskauer Fernsehen übertragen.

Weitere Spenden an NS-Opfer in Kiew übergeben.

(Oktober 2004) KOHTAKTbI-Projektleiter Eberhard Radczuweit weilte vom 7. bis 10. Oktober in Kiew, um weitere Spendengelder an NS-Opfer auszuzahlen, die sonst keine Zuwendungen aus Deutschland erhalten. Acht ehemalige Ghetto-Häftlinge und vier ehemalige sowjetische Kriegsgefangene erhielten jeweils 300 Euro persönlich ausgehändigt. Nach Aussage der Begünstigten entspricht diese Summe etwa dem Neunfachen ihrer monatlichen Altersrenten.

Bei einem Informationsgespräch mit dem Präsidenten des Verbandes „Kongress von Roma der Ukraine“, Petro Grigorichenko, konnte hingegen die Einbeziehung der verfolgten Roma in unsere Hilfsleistungen noch nicht abschließend geklärt werden.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 120 000 Euro an 400 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in der Ukraine ausgezahlt. Zuständig für die Auszahlung ist unser Vertragspartner, die Ukrainische Nationalstiftung „Verständigung und Aussöhnung“. Eberhard Radczuweit prüfte die Auszahlungsbelege und konnte keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Die 400 Begünstigten hatten von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. auch Briefe erhalten, die ersten Antwortschreiben sind eingetroffen.

Die ukrainische Nationalstiftung hat noch Unterlagen von weiteren 200 ehemaligen Kriegsgefangenen, deren Anträge auf Kompensationsleistungen für geleistete Zwangsarbeit abgewiesen wurden. Denn „Kriegsgefangenschaft begründet keinen Leistungsanspruch“, schreibt der deutsche Gesetzgeber vor. KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. hofft auf weitere Spenden, um diesen, aber auch ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen in anderen GUS-Ländern, helfen zu können.

Ein umfassender Rechenschaftsbericht über die bereits gewährten Hilfeleistungen kann in der Geschäftsstelle unseres Vereins angefordert werden.

Russische Kinderärzte an der Berliner Charité.

(Oktober 2004) Larisa Vakhonina vom Gebietskinderkrankenhaus in Jekaterinburg und Vasilij Komkov vom Gebietskinderkrankenhaus in Nischnij Novgorod haben Anfang Oktober ihren einjährigen Studienaufenthalt an der Berliner Charité begonnen. Ihre Arbeitsgebiete sind die Stem-Cell-Transplantation und Neuropathologie. Finanziert wird der Aufenthalt von der Studienstiftung des Berliner Abgeordnetenhauses.

Larisa Vakhonina und Vasilij Komkov sind Mitglieder der von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. geförderten russischen Studiengruppe „Moskau-Berlin-Protokoll“, an der jetzt über 30 Kinderonkologische Zentren in Russland und Belarus beteiligt sind. Es kann dabei mit einer Patientenzahl von 400 pro Jahr gerechnet werden – es sind Kinder mit akuter lymphoblastischer Leukämie –, von denen etwa 300 langfristig geheilt werden können.

Damit zählt die Gruppe zu den größten der Welt und ist in der Lage, in vergleichsweise kurzen Laufzeiten prospektive randomisierte Fragen mit einer hohen Signifikanz und Aussagekraft zu beantworten. Die Zusammenarbeit in Form einer multizentrischen Studiengruppe ist einzigartig in Russland und beispielhaft für andere Krankheitsentitäten.

15 000 Euro für armenische NS-Opfer.

(September 2004) Am 17. September 2004 überwies KONTAKTE-KOHTAKTbI erneut 15 000 Euro auf das Konto der armenischen Partnerorganisation, des Vereins der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges.

Die Zahlung erfolgte nach Eingang des Rechenschaftsberichts über die Mittelverwendung der Spendenüberweisung vom Juli 2004 und der Unterschriftenliste von 326 Begünstigten. Die jetzigen Zuwendungen dienen vor allem dem Kauf von Brennstoff für den Winter sowie Arztkosten.

Mit dieser Überweisung sind seit Herbst 2003 insgesamt 75 000 Euro an ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in Armenien verteilt worden. Die Begünstigten leben in extremer Armut.

Hohe Auszeichnungen für KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V..

(August 2004) Eberhard Radczuweit, Jan und Ute Illig, Marina Schubarth sowie Renate Krekeler sind von der Ukrainischen Nationalstiftung „Verständigung und Aussöhnung“ mit einer Urkunde „für ihre außerordentliche Bereitschaft, die Kräfte zu opfern im Bereich der gemeinnützigen Hilfe für jene Bürger der Ukraine, die Opfer der nazistischen Verfolgung wurden, für die Vertiefung der wechselseitigen ukrainisch-deutschen Beziehungen und des Verständnisses zwischen dem ukrainischen und deutschen Volk“ ausgezeichnet worden.

Unterschrieben wurden die Urkunden vom Präsidenten der Nationalstiftung, I. Luschnikov.

Eine letzte Chance für Katja G..

(Juli 2004) Nach einem Notruf unserer Moskauer Partnerärzte besorgte KONTAKTE-KOHTAKTbI am 6. Juli 2004 für ein russisches Mädchen, das an Neuroblastom leidet und dem eine Knochenmark-Transplantation bevorsteht, für 3500 Euro medizinische Hilfsmittel, die in Russland nicht verfügbar sind. Seit 13 Jahren unterstützen wir die Entwicklung effektiver Therapien für leukämiekranke Kinder in Russland.

15 000 Euro für armenische NS-Opfer.

(Juli 2004) Am 5. Juli 2004 überwies KONTAKTE-KOHTAKTbI 15 000 Euro auf das Konto des armenischen Vereins der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges. Zu dieser Selbsthilfeorganisation ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener bestehen seit über einem Jahr enge partnerschaftliche Beziehungen. In mehrerem Tranchen werden Hilfsgelder für die bedürftigen Mitglieder des Vereins überwiesen.

60 000 Euro für ukrainische NS-Opfer.

(Juni 2004) Am 28. Juni 2004 überwies KONTAKTE-KOHTAKTbI 60 000 Euro als zweite Tranche für NS-Opfer in der Ukraine, die als Kriegsgefangene schwerste Zwangsarbeit in Deutschland leisteten. Unser Vertragspartner, die ukrainische Nationalstiftung „Verständigung und Aussöhnung“, wird davon jeweils 300 Euro an zweihundert der ältesten unter den Empfangsberechtigte auszahlen. Um eine dritte Tranche überweisen zu können, fehlen noch die Spendenmittel.

Moses-Mendelssohn-Preis 2004 für Dr. Hilde Schramm.

(Juni 2004) Die Vorsitzende von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V., Dr. Hilde Schramm, bekommt am 6. September 2004 in der Französischen Friedrichstadtkirche den Moses-Mendelssohn-Preis des Landes Berlin verliehen. Hilde Schramm wird für ihren Einsatz gegen Ausgrenzung und für Toleranz ausgezeichnet. Die 10 000 Euro Preisgeld wird sie an die von ihr gegründete Stiftung „Zurückgeben“ und an den Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. weiterleiten. Der Verein wird das Geld zu Gunsten von NS-Opfern in der GUS verwenden.

Fast 11 000 ehemalige Kriegsgefangene erhalten keine Entschädigung.

(Juni 2004) Am 14. Juni 2004 verhandelte der KONTAKTE-KOHTAKTbI-Beauftragte Eberhard Radczuweit in der russischen Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“ mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Sergej Truchatschov und Mitarbeitern der Stiftung über ein Programm der humanitären Hilfe für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

Die Stiftung hat die Daten von 10 700 dieser NS-Opfer aus Russland, den mittelasiatischen GUS-Republiken und aus den baltischen Ländern gesammelt, die in den letzten Jahren vergebens Anträge auf Kompensationsleistungen stellten. Es wurde vereinbart, die vertraglichen Grundlagen für humanitäre Leistungen zu schaffen, die mit einem Pilotprojekt im Moskauer Oblast (Bezirk) beginnen sollen.

Kinderärzte und Wissenschaftler tagten bei Moskau.

(Juni 2004) Am 11. Juni 2004 fand in einem Konferenzzentrum nahe Moskau die Tagung der multizentrischen Studiengruppe „ALL – MB 02“ statt. Das Kürzel bedeutet „akute lymphoblastische Leukämie, Moskau Berlin, 2002“. Seit zwei Jahren wird das MB-Therapieprogramm in einer erweiterten Gruppe von Ärzten und Wissenschaftlern durchgeführt. Dies ist nach wie vor die einzige multizentrische Studie im Gesundheitswesen, die nach international gültigen wissenschaftlichen Normen in Russland organisiert wird.

An der Tagung beteiligten sich 80 Ärztinnen und Ärzte aus 30 russischen und belarussischen Kinderkliniken. Damit nehmen bereits dreiviertel aller russischen pädiatrischen Zentren für Onkologie und Hämatologie am MB-Protokoll teil. KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. finanzierte die Tagung inklusiv Reise- und Aufenthaltskosten aus Spendenmitteln. Auf deutscher Seite beteiligte sich Dr. med. Arend von Stackelberg an der Tagung.

Erfreulich war die demokratische Umgangsform, ein ärztlicher Ethos ohne Kommerzbegierde und mit gegenseitiger Hilfe. Fehlt in Sotschi ein Medikament, hilft Ekaterinburg aus, gibt es in Jakutzk ein Problem, hilft Minsk. Bei dieser Tagung glühte eine Utopie, aus der heraus einst KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. gegründet wurde.

Zwangsarbeiter-Broschüre auszugsweise auf unserer Homepage.

(Juni 2004) Die gemeinsam von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V., dem DGB-Landesbezirk Berlin-Brandenburg und dem Verein Arbeit und Ökumene e.V. herausgegebene Dokumentation „Zwangsarbeit – Begegnungen mit ‚Ostarbeitern‘“, kann seit Mitte Juni auszugsweise auch im Internet nachgelesen werden.

Auszüge aus der Dokumentation „Zwangsarbeit – Begegnungen mit ‚Ostarbeitern‘“.

Hilferufe ehemaliger armenischer Kriegsgefangener.

(Mai 2004) Immer wieder erreichen KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. Briefe ehemaliger Kriegsgefangener, deren Anträge auf Entschädigungszahlungen von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ abgelehnt wurden. Ihre ganze Hoffnung richten diese Menschen jetzt auf KONTAKTE-KOHTAKTbI.

Auszüge aus den Briefen ehemaliger armenischer Kriegsgefangener.

Bundespräsident Johannes Rau begrüßt Initiative „Bürger-Engagement“.

(Mai 2004) Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Johannes Rau, begrüßt in einem Brief an die Vorsitzende von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V., Dr. Hilde Schramm, die Initiative „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“

Johannes Rau schreibt: „Der Verein Kontakte e.V. ist ein gutes und unterstützenswertes Beispiel dafür, dass private Initiative einen guten Teil dazu beitragen kann, Mitmenschlichkeit zu fördern und zu zeigen, dass uns allen das Schicksal der Sklaven- und Zwangsarbeiter nicht gleichgültig ist.“

Der Brief von Bundespräsident Johannes Rau im vollen Wortlaut.

KONTAKTE-KOHTAKTbI wirbt für „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“.

(Mai 2004) KONTAKTE-KOHTAKTbI-Projektleiter Eberhard Radczuweit und weitere.V.reinsmitglieder warben auf der zentralen 1.-Mai-Kundgebung des DGB in Berlin für den Aufruf der Initiative „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“ und verteilten deren Aufruf „Geben Sie einen Tagessatz Ihres Einkommens für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa, die keine ‚Entschädigung‘ erhalten“.

Projektleiter Eberhard Radczuweit verteilt den Aufruf der Initiative „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“

Foto: Lothar Eberhardt.

10 000 Euro Spenden für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

(April 2004) Am 19. April reiste KONTAKTE-KOHTAKTbI-Projektleiter Eberhard Radczuweit mit 10 000 Euro nach Armenien. Es handelte sich dabei um zweckgebundene Spenden für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, für die der Verein in Armenien seit August 2003 insgesamt 50 000 Euro ausgezahlt hat. Diese Spenden sind Nothilfen für Verfolgte des NS-Regimes, deren Renten weit unter dem Existenzminimum liegen.

Bericht von der Reise und der Spendenübergabe.

60 000 Euro Spenden als dringende Nothilfe für ehemalige ukrainische Kriegsgefangene.

(April 2004) Auf eine dringende Bitte der Ukrainischen Nationalstiftung „Erinnerung und Versöhnung“ sind von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. am 14. April 60 000 Euro Spendengelder überwiesen worden.

Bedacht werden NS-Opfer, die sonst keine Zuwendungen aus Deutschland erhalten. Priorität haben dabei die ältesten, das sind mehrheitlich die ehemaligen Kriegsgefangenen. Unsere ukrainische Partnerorganisation schickte uns gestern eine erste Liste mit Namen, Alter, Adressen und Orten der Zwangsarbeit bzw. der Kriegsgefangenenlager. Es handelt sich um 200 NS-Opfer, die von den regionalen Sektionen der Nationalstiftung ermittelt wurden und die noch leben. Angesichts der hohen Sterberate bat die Leiterin der Abteilung für soziale Fragen bei der Nationalstiftung, Lubow Sotschka, um möglichst baldige Hilfe. Jedes der 200 NS-Opfer erhält nach einer Zuwendung von 300 Euro noch einen persönlichen Brief von uns.

Dieser ersten Liste folgt schon bald eine zweite mit Angaben von 250 empfangsberechtigten Personen. Noch ist ungewiss, wie viele noch lebende ukrainische NS-Opfer letztendlich von der ukrainischen Nationalstiftung ermittelt werden und wie viele Personen von Seiten der Opferverbände noch aufgelistet werden. Gewiss ist nur, dass erhebliche Anstrengungen geleistet werden müssen, um genügend Spendenmittel zu erhalten.

Spendenkonto:
Kontakte-Kontakty, Konto-Nr. 306 55 99 006, Berliner Volksbank, BLZ 100 900 00
Kennwort „Kriegsgefangene“

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. erhielt die Gemeinnützigkeit für „Völkerverständigung und medizinische Hife“. Spenden sind steuerbegünstigt. (Steuernummer 27/670/56642 beim Finanzamt für Körperschaften I, Berlin – Letzter Freistellungsbescheid vom 12.06.2017)

Zwangsarbeit – Begegnungen mit „Ostarbeitern“.

(März 2004) „Zwangsarbeit – Begegnungen mit ‚Ostarbeitern‘“, heißt eine Broschüre, die gemeinsam von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V., dem DGB-Landesbezirk Berlin-Brandenburg und dem Verein Arbeit und Ökumene e.V. herausgegeben wurde.

Acht ehemalige NS-Zwangsarbeiter aus der Ukraine besuchten die Orte ihrer Zwangsarbeit bei der Bahn in Berlin. Gespräche, aufgenommen in Kiew und Berlin, lassen die schlimmen Jahre der Zwangsarbeit noch einmal lebendig werden.

Erhätlich ist die Broschüre gegen Porto-Erstattung (mit 0,77 Euro für eine Büchersendung freigemachter Din-A5-Umschlag) bei:

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion,
Feurigstraße 68
D-10827 Berlin
Tel. 00 49 (0)30 / 78 70 52 88
Fax 00 49 (0)30 / 78 70 52 89,
E-Mail: info [at] kontakte-kontakty.de.

Bei größeren Bestellmengen bitte wegen der Versandkosten vorher Kontakt aufnehmen.

Wer hat Erinnerung an NS-Zwangsarbeit in Berlin?

(März 2004) Für eine Begegnung und ein gemeinsames Buchprojekt mit überlebenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus der früheren Sowjetunion suchen KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. und die IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, Kolleginnen und Kollegen, die während der NS-Zeit in Berlin Kontakte und Begegnungen mit Zwangsarbeiter/innen hatten bzw. in Betrieben arbeiteten, in denen Zwangsarbeiter/innen arbeiten mussten.

Wer selbst in Betrieben mit Zwangsarbeitern arbeitete oder Kontakte vermitteln kann, wird gebeten, sich bei uns zu melden:

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.
Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion,
Feurigstraße 68
D-10827 Berlin
Tel. 00 49 (0)30 / 78 70 52 88
Fax 00 49 (0)30 / 78 70 52 89,
E-Mail: info [at] kontakte-kontakty.de.

63 336 Euro für ehemalige NS-Zwangsarbeiter.

(März 2004) Von Mitte Januar, als die Initiative „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“ ihren Aufruf „Geben Sie einen Tagessatz Ihres Einkommens für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa, die keine ‚Entschädigung‘ erhalten“ veröffentlichte, bis Ende Februar sind 63 336 Euro für Zwangsarbeiter/innen und andere NS-Opfer in Ländern der ehemaligen Sowjetunion gespendet worden.

Um auch nur die dringendsten Notfälle unter allen NS-Opfern in der GUS berücksichtigen zu können, sind allerdings erheblich mehr Mittel erforderlich. Deshalb ruft KONTAKTE-KOHTAKTbI alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, unseren Appell zu verbreiten: „Geben Sie einen Tagessatz Ihres Einkommens für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa, die keine ‚Entschädigung‘ erhalten.“

Neues Projekt bringt Schüler und NS-Opfer zusammen.

(März 2004) Vom 11. bis 30. März ist unser Projektleiter Jan Illig in Kiew, Moskau und Minsk unterwegs zu Schulen und NS-Opferverbänden: Er bringt ukrainische, russische und belorussische Schüler/innen mit ehemaligen NS-Zwangsarbeiter/innen zusammen. Einheimische Jugendliche werden zu sozialen Betreuungsprogrammen für bedürftige NS-Opfer angeregt.

Noch befindet sich das Projekt in der Startphase. Erste Einzelheiten werden wir ab Mitte April auf dieser Homepage vorstellen.

Matthias Platzeck unterstützt Wunsch nach Krankenhaus-Neubau.

(Februar 2004) Der Brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck unterstützte bei seinem offiziellen Moskau-Besuch Ende Februar gegenüber seinem russischen Amtskollegen unseren Wunsch nach einem Neubau für das Bezirkskrankenhaus in Balaschicha (Moskauer Gebiet).

22 690 Euro für ehemalige NS-Zwangsarbeiter.

(Februar 2004) Von Mitte Januar, als die Initiative „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“ ihren Aufruf „Geben Sie einen Tagessatz Ihres Einkommens für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa, die keine ‚Entschädigung‘ erhalten“ veröffentlichte, bis Ende Januar sind 22 690 Euro für Zwangsarbeiter/innen und andere NS-Opfer in Ländern der ehemaligen Sowjetunion gespendet worden.

130 000 Euro für ehemalige Kriegsgefangene.

(Februar 2004) Insgesamt 130 000 Euro wurden 2003 auf das Spendenkonto von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. für ehemalige armenische Kriegsgefangene eingezahlt. Besonders eine Veröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung hatte eine wahre Spendenflut ausgelöst.

SPD-Bundestagsabgeordneter ruft zu Spenden auf.

(Februar 2004) Der SPD-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Barthel ruft die Berlinerinnen und Berliner auf, einen Tagessatz ihres Einkommens (oder einen anderen Betrag) für ehemalige NS-Zwangsarbeiter zu spenden.

In dem am 4. Februar veröffentlichten Aufruf erklärt Barthel:

„Berlin war nicht nur die Hauptstadt des Dritten Reiches, sondern auch seine wichtigste Rüstungsschmiede. Frauen und Männer wurden aus den besetzten europäischen Ländern verschleppt und mussten hier Zwangsarbeit leisten. Darunter sind auch viele osteuropäische Zwangsarbeiter, die aus Angst vor stalinistischer Verfolgung ihre Zwangsarbeit in der deutschen Rüstungsindustrie verheimlichten oder nicht in Deutschland, sondern in ihrem Heimatstaat für die deutsche Besatzungsmacht arbeiten mussten.

Diese Menschen können aus unterschiedlichen Gründen nicht ausreichend über die Bundesstiftung ‚Erinnerung, Verantwortung und Zukunft‘ entschädigt werden. Ihnen schnell und unbürokratisch zu helfen, hat sich der Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI zur Aufgabe gemacht, den auch ich mit einem Tagessatz meines Einkommens unterstütze.

Ich möchte die Berlinerinnen und Berliner bitten, sich dieser sinnvollen und notwendigen Aktion anzuschließen.“,

schließt Barthel, der selbst dem Vorstand von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. angehört, seinen Appell zur Unterstützung der Initiative „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“.

Initiative „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“ gestartet.

(Januar 2004) Mit dem Aufruf „Geben Sie einen Tagessatz Ihres Einkommens für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa, die keine ‚Entschädigung‘ erhalten“ hat KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. zum 27. Januar 2004 die Initiative „Bürger-Engagement für ehemalige NS-Zwangsarbeiter“ gestartet.

Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast, die Bundestagsabgeordneten Eckardt Barthel, Gernot Erler, Rainer Eppelmann, Winfried Nachwei, Claudia Roth und Christian Ströbele, die Bundesvorsitzenden von PDS Lothar Bisky und Bündnis 90/Die Grünen Angelika Beer, der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière, und der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper.

Zu Gast beim Moskauer Bürgermeister Jurij Luschkow.

(Januar 2004) Fünf Berlinerinnen und Berliner waren vom 20. bis 23. Januar Gast des Moskauer Bürgermeisters Jurij Luschkow. Mit dieser Einladung bedankte sich Luschkow für ihr Engagement für die Städtepartnerschaft Berlin – Moskau. Zu den Ausgezeichneten zählten auch der Kinderonkologe Prof. Dr. med. Günter Henze und der Projektleiter von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V., Eberhard Radczuweit, die für ihren Einsatz zu Gunsten leukämiekranker Kinder in der Moskauer Partnerklinik des Vereins geehrt wurden.

Eberhard Radczuweit überbrachte den Moskauer Partnerärzten des Vereins Spenden über 10 000 Euro im Rahmen der Nothilfe „Ärzte für Ärzte“ und zur Unterstützung des von Prof. Henze beratenen Therapieprogramms „Moskau-Berlin-Protokoll“.

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2003.

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. wählt Dr. Hilde Schramm zur Vorsitzenden.

(Dezember 2003) Zur neuen Vorsitzenden von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. wurde auf der Mitgliederversammlung am 19. Dezember 2003 Dr. Hilde Schramm gewählt. Sie tritt die Nachfolge des früheren Berliner Finanz- und Wirtschaftssenators und langjährigen Vereinsvorsitzenden Dr. Norbert Meisner an, der nicht wieder kandidiert hatte.

Hilde Schramm, frühere Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses und Initiatorin der Stiftung „Zurückgeben“ zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft, hat nach dem Ende der DDR die Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule in Brandenburg aufgebaut und geleitet. Sie ist Gründungsmitglied von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. und sieht ihren künftigen Arbeitsschwerpunkt in der Entwicklung eines Bürgerengagements für NS-Opfer in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die bisher keine Zuwendungen aus Deutschland erhalten können.

Diese Aufgabe soll verknüpft werden durch Aufklärungsarbeit, vor allem im Schulbereich. Dafür steht als neues Vorstandsmitglied auch die Erziehungswissenschaftlerin und Religionslehrerin Ingrid Schmidt zur Verfügung.

Rechenschaftsbericht von Dr. Norbert Meisner an die Jahresmitgliederversammlung 2003.

Spenden an ehemalige armenische Kriegsgefangene verteilt.

(Dezember 2003) 10 200 Euro Spendengelder an den armenischen Verein der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges haben ihre Empfänger erreicht: 90 ehemalige Kriegsgefangene, die in bitterster Armut leben und denen häufig selbst das Geld für notwendige medizinische Behandlungen fehlt. In einem Bericht an KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. legt der Verein Rechenschaft über die Verteilung ab.

Beratung russischer und Berliner Kinderonkologen.

(November 2003) Am 21. November 2003 trafen sich in Moskau Kinderonkologen aus 30 russischen und weißrussischen Kliniken mit ihren Berliner Partnern zu einer Beratung. Sie sind Mitglieder einer multizentrischen Studiengruppe, welche die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter, akute lymphoblastische Leukämie (ALL), behandeln.

Dr. med. Arend von Stackelberg, Hauptarzt auf der Onkologie/Hämatologie der Kinderklinik in der Charité Berlin und Vorstandsmitglied von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V., hat über diese Tagung einen ausführlichen Bericht geschrieben.

Info-Stand von KONTAKTE-KOHTAKTbI bei Preisverleihung.

(Dezember 2003) Anlässlich der festlichen Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille an Gerit von Leitner und die Bürgerinitiative „Freie Heide“ wird KONTAKTE-KOHTAKTbI seine Arbeit an einem Infostand präsentieren.

Termin: Sonntag, 14. Dezember 2003, 11 Uhr, im Haus der Kulturen der Welt, Berlin.

Weitere 10 200 Euro Spendengelder in Armenien übergeben.

(November 2003) Am 26. November übergab ein Mitglied von KONTAKTE-KOHTAKTbI in Jerewan dem Vorsitzenden des armenischen Vereins der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges Spenden über 10 200 Euro.

Die Namensliste der Empfänger – es handelt sich um besonders bedürftige ehemalige sowjetische Kriegsgefangene – war schon fertig und die Verteilung der Spenden begann bereits am nächsten Tag. Die von den Begünstigten unterschriebenen Empfangsbestätigungen werden nach der Beendigung der Auszahlung KONTAKTE-KOHTAKTbI zugestellt. Danach soll die nächste Rate an Spendengeld nach Armenien gebracht werden.

Neuer KONTAKTE-KOHTAKTbI-Flyer „Vergessene NS-Opfer“.

(November 2003) Mit einem neuen Flyer wirbt KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. um Unterstützung und Gerechtigkeit für die ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangene, denen bis heute jede Entschädigung verweigert wird.

Erhältlich ist der Flyer (auch in größerer Stückzahl zum Verteilen) bei

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.
Feurigstraße 68
D-10827 Berlin
Tel. 00 49 (0)30 / 78 70 52 88
Fax 00 49 (0)30 / 78 70 52 89
E-Mail: info [at] kontakte-kontakty.de

sowie als PDF-Datei zum Herunterladen.

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50 000 Euro Spenden für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

(November 2003) Innerhalb von nur acht Tagen nach Erscheinen eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung über ehemalige sowjetische Kriegsgefangene sind auf unserem Spendenkonto rund 50 000 Euro eingegangen.

Am 26. November wird ein Mitglied unseres Vereins in Jerewan unserer Partnerorganisation „Verein der rehabilitierten Gefangenen des II. Weltkrieges“ bereits 10 000 Euro für seine bedürftigsten Mitglieder übergeben.

Süddeutsche Zeitung berichtet über ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

(November 2003) Zum Volkstrauertag am 16. November 2003 erscheint in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel über das Engagement von KONTAKTE-KOHTAKTbI für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

Der Artikel löst in den folgenden Tagen und Wochen bei KONTAKTE-KOHTAKTbI eine wahre Spendenflut aus.

Weitere Spenden in Moskau und Balaschicha übergeben.

(November 2003) Vom 1. bis 7. November 2003 waren die Ärztin Ludmila von Stackelberg und der KONTAKTE-KOHTAKTbI-Projektleiter Eberhard Radczuweit in Moskau und Balaschicha zu Besuch in Kinderkrankenhäusern, zu deren Abteilungen für Onkologie und Hämatologie der Verein partnerschaftliche Beziehungen unterhält.

Insgesamt konnten 11 300 Euro Spendengelder und in der Apotheke der Charité eingekaufte Hilfsmittel für 3160 Euro mitgenommen werden, um die Ärztinnen und Ärzte im Russischen Republiks-Kinderkrankenhaus gebeten hatten.

Schulen betreuen ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

(Oktober 2003) Durch Aufklärung und schulische Betreuungspatenschaften will der Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. der gesellschaftlichen Isolation von ehemaligen Zwangsarbeitern in Russland, Belarus und der Ukraine entgegenwirken.

Drei Schulen in Kiew, Moskau und Minsk bauen Projektgruppen mit je 30 Schülern auf, die persönliche Patenschaften für vereinsamte Überlebende übernehmen. Ein Schüler soll je einen oder zwei besonders bedürftige NS-Opfer betreuen, so dass bis zu 180 alte Menschen unmittelbar von diesen Hilfeleistungen profitieren können. Die Jugendlichen werden sie regelmäßig besuchen, sie bei Spaziergängen begleiten, mit Hilfsgütern versorgen und durch ihre persönliche Anteilnahme die Einsamkeit der alten Menschen lindern.

Zusätzlich organisieren deutsche Schüler in Berlin und Brandenburg Benefizveranstaltungen, sammeln Spenden für die NS-Opfer und schreiben Briefe an die Überlebenden.

Angelegt ist das vom Fonds „Erinnerung und Zukunft“ unterstützte, im Januar 2004 beginnende Projekt auf eine Laufzeit von zwei Jahren.

Russische Ärzte und Eltern schreiben an Bundeskanzler Gerhard Schröder.

(Oktober 2003) Anläßlich des Treffens von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Wladimir Putin am 8. und 9. Oktober in Jekaterinburg schickte die Elterninitiative leukämiekranker Kinder in Jekaterinburg dem Bundeskanzleramt am 10. Oktober 2003 einen an Gerhard Schröder gerichteten Brief, in dem über die Hilfeleistungen aus Deutschland informiert wurde.

In dem Brief heißt es unter anderem:

Wir danken ebenfalls Professor Günter Henze von der Humboldt-Universität Berlin und der deutschen Hilfsorganisation „Kontakte“ Berlin (Projektleiter: Eberhard Radczuweit) für die Erstellung des russisch-deutschen Protokolls „Moskau-Berlin“ und für die medikamentöse Hilfe zur Behandlung der akuten lymphoblastischen Leukämie bei Kindern.

Unterzeichnet wurde der Brief von Ärztinnen und Ärzten des Gebietskinderkrankenhauses Nr. 1 in Jekaterinburg und von 94 Eltern krebskranker Kinder.

Fernseh-Bericht über ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

(Oktober 2003) Am 14. Oktober 2003 berichtete das ZDF im Rahmen seines Magazins „Frontal 21“ über ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in Armenien. Es war der erste Fernsehbericht in Deutschland, der diese NS-Opfer zu Wort kommen ließ.

Der ZDF-Korrespondent Dr. Wolfgang Kramer hatte im August den Projektleiter des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI nach Eriwan begleitet, der dort ehemaligen Kriegsgefangenen Spendengelder übergab.

Ausführliche Beschreibung des Fernseh-Berichts auf der Internet-Seite des ZDF.

IG-Metall-Bevollmächtigter empfing ehemalige NS-Zwangsarbeiter/innen.

(Oktober 2003) Am 1. Oktober 2003 empfing der 1. Bevollmächtigte der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, Arno Hager, unsere ukrainisch-russische Besuchergruppe, ehemalige NS-Zwangsarbeiter/innen, die in Berliner Metallbetrieben beschäftigt waren. Es war die letzte Begegnung vor der Rückkehr unserer Gäste.

Arno Hager bekundete seine Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit mit KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.

Spende für zwei ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

Am 19. März 2003 flog eine Vertreterin von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. mit 1500 Euro nach Eriwan. Dies ist die erste Solidaritäts-Spende zu Gunsten ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener.

Es werden zwei alte Männer begünstigt, deren Rechtsanwalt in ihrem Namen die Bundesrepublik Deutschland auf Entschädigung verklagte. Die Klage wurde abgewiesen, die Prozesskosten tragen die Kläger.

Die beiden Begünstigten waren als Kriegsgefangene von 1942 bis 1945 unter KZ-ähnlichen Bedingungen eingesperrt und mussten harte Zwangsarbeit leisten. Beide leben heute unter dem Existenzminimum.

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2002.

Ukrainische NS-Zwangsarbeiter zu Gast in Berlin.

(Mai 2002) Vom 5. bis 12. Mai 2002 weilen auf Einladung des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. und des Deutschen Gewerkschaftsbundes sechs ehemalige „Ostarbeiter“ – Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der Ukraine – in Berlin. Sie alle haben zwischen 1942 und 1945 für die Deutsche Reichsbahn in Berlin gearbeitet. Tausende von ihnen, damals jünger als 20 Jahre, mussten vor allem nach den Luftangriffen das Gleissystem von Reichsbahn, U- und S-Bahn reparieren.

Offener Brief ukrainischer NS-Opfer-Verbände.

(April 2002) In einem Offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ erneuern die Vorsitzenden der Ukrainischen Organisation der Kämpfer des antifaschistischen Widerstandes ukrainischen Organisation von Juden – ehemaliger KZ- und Ghettohäftlinge ihre Kritik am Gesetz zur Errichtung dieser Stiftung und dem Antwortschreiben ihres Vorstandsvorsitzenden auf den Offenen Brief vom Januar 2002.

Der Offene Brief der ukrainischen Opferverbände im vollen Wortlaut.

Offener Brief von Organisationen ehemaliger NS-Opfer an die deutsche Öffentlichkeit.

(Januar 2002) Internationale und zehn nationaler Organisationen, die NS-Opfer in der GUS und den baltischen Staaten vertreten, haben sich mit einem Offenen Brief an die deutsche Öffentlichkeit gewandt, weil das Gesetz zur Errichtung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ große Opfergruppen unberücksichtigt lässt.

So werde „Zwangsarbeitern in der Landwirschaft, von Kindern unter 12 Jahren, sowie von den am Zwangsarbeitsort der Eltern geborenen Kindern“ jeder Anspruch auf Entschädigungsleistungen abgesprochen. Eine Nachbesserung des Gesetzes sei deshalb unumgänglich.

Der Offene Brief der Opferverbände im vollen Wortlaut.

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2001.

Auszeichnung der Harald Bob Stiftung für KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.

(September 2001) In einer Feierstunde wurde KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. von der Harald Bob Stiftung im Zentrum Judaicum ausgezeichnet. Die Laudatio sprach der israelische Botschafter in Deutschland, Herr Levy. Neben mehreren Schulen, die sich vor allem um die deutsch-israelische Verständigung bemühen und sich gegen Rechtsextremismus und Gewalt engagieren, wurde unsere deutsch-russische Schülerbegegnung in Auschwitz vorgestellt.

Deutsch-russische Schülerbegegnung in Auschwitz.

(Mai 2001) Vom 12. bis 18. Mai waren je zehn Schülerinnen und Schüler aus Moskau und Berlin mit acht Betreuern, Lehrern und Dolmetschern zu Gast in der Jugendbegegnungsstätte Auschwitz.

Neubau der Kinder-Krebsstation in Moskau steht bevor.

(April 2001) Das weitaus teuerste Vorhaben in der Vereinsgeschichte steht kurz vor dem Beginn seiner Realisierung: Dr. Arend von Stackelberg und Eberhard Radczuweit haben dieser Tage im Republiks-Kinderkrankenhaus die künftige Baustelle für die neue Kinder-Krebsstation begutachtet und die Baupläne mit der beauftragten Firma sowie der Krankenhausleitung besprochen.

City-Projekt-Workshop mit Moskauer Beteiligung.

(März 2001) 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte aus unserer Moskauer Partnerschule „Schule der Selbstbestimmung“ weilten vom 4. bis 10. März als Gast von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. und der Bettina-von-Arnim-Oberschule in Berlin. Anlass war der Workshop „City-Projekt“.

Projektabsprachen in Moskau.

(Februar 2001) Mitte Februar reiste Projektleiter Eberhard Radczuweit nach Moskau. 32 500 DM Spenden händigte er zugunsten leukämiekranker Kinder an die Chefärzte der beiden Partnerkliniken aus. Zum einen galt die Reise der Vorbereitung von Bauarbeiten für ein neues onkologisch-hämatologisches Zentrum am Republiks-Kinderkrankenhaus. Zum anderen diente sie der Projektabsprache mit Alexander Tubelskij und seinen Kollegen und Kolleginnen von der „Schule der Selbstbestimmung“.

KONTAKTE-KOHTAKTbI-Gruppe flog nach Kiew.

(Februar 2001) Eine KONTAKTE-KOHTAKTbI-Gruppe flog Anfang Februar für vier Tage nach Kiew. Es gab unter anderem Informationsgespräche in der Ukrainischen Nationalstiftung mit NS-Opferverbänden. Hauptsächlich diente die Reise der wiederholten materiellen Unterstützung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter/innen.

„Berliner Appell“ an Staatssekretär übergeben.

(Januar 2001) Unser „Berliner Appell für Zwangsarbeiterentschädigung“, der zuvor im Tagesspiegel und in unserer Wanderausstellung „Ostarbeiter in Berlin“ in der Marienkirche am Alexanderplatz veröffentlicht worden war, wurde mit 360 Unterschriften Staatssekretär Wartenberg übergeben, der den Appell an den Regierenden Bürgermeister weiter reichte.

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2000.

Moskauer Ärztin zur Weiterbildung in Berlin.

(Dezember 2000) Seit Anfang Dezember weilt die Stationsärztin am Zentrum für Onkologie und Hämatologie in Moskau, Natalia Miakova, für ein halbes Jahr zur Weiterbildung an der Charité in Berlin. Finanziert wird ihr Aufenthalt durch ein Stipendium des Landes Berlin.

KONTAKTE-KOHTAKTbI feierte 10jähriges Jubiläum.

(März 2000) Am 24. März feierte KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. im Haus am Waldsee in Berlin sein 10jähriges Bestehen als Verein. Zwei musikalische Ensembles bildeten den kulturellen Rahmen. Als Gäste nahmen auch die Gesandten mehrerer GUS-Botschaften teil.

Konferenz und Gespräche in Moskau.

(März 2000) Vom 26. Februar bis 5. März waren Dr. von Stackelberg und Eberhard Radczuweit in Moskau Teilnehmer einer Konferenz der von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. unterstützten Studiengruppe „Moskau-Berlin-Protokoll“, an der die Mehrheit aller russischen kinderonkologischen Zentren teilnahm.

Eberhard Radczuweit führte nach der Konferenz Gespräche mit dem Direktor der Schule der Selbstbestimmung, Tubelskij, und dem Leiter des Russischen Jugendzentrums für Menschenrechte und Rechtskultur, Luchovitzkij, über den Fortgang unserer Schulprojekte. Im Gespräch mit dem 2. Minister für das Erziehungswesen der Russischen Föderation war dieser daran interessiert, daß KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. mit seinen Projekten die russische Diskussion über eine Schulreform anregt. Er richtete ein Befürwortungsschreiben sowohl an die Moskauer Stadtregierung als auch an die Europäische Union.

Übersicht früherer Meldungen.

1990–1994 | 1995–1999 | 2000–2004 | 2005–2009 | 2010–2014 | 2015

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