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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Aleksej Iwanowitsch Mandsjuk.

Ukraine
Ternopol.

Bericht über die Jahre 1941–45

Ich, Aleksej Iwanowitsch Mandsjuk, wurde am 12.11.1938 in Wosnesenowka im Bezirk Neklinowskij, Gebiet Rostow geboren. Am 12. November 1941 wurde unser Dorf von deutschen Truppen besetzt. Die Besatzer teilten ein Gebiet auf dem Gelände der Sowchose ab, wo Baracken und Vorratskeller für das Gemüse waren. Deutsche Soldaten stürmten unser Haus, sie brachen die Tür auf und durchsuchten das ganze Haus, stellten alle Zimmer auf den Kopf. Dann nahmen sie uns sechs Kinder und unsere Mutter mit, wir mussten in die Baracken umziehen, in denen alle Juden leben mussten. Danach brannten sie unser Haus nieder. Meine Mutter und meine älteren Brüder Roman und Chanan brachten sie zur Arbeit, sie mussten Verteidigungsanlagen am Fluss bauen. Dann begannen die Deutschen mit der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Am 2. Januar 1942 nahmen sie meiner Mutter den Pass weg und steckten unsere ganze Familie in einen tiefen Keller, in dem schon andere jüdische Familien waren. Mutter und die älteren Brüder holten sie zum Verhör. Am 15. Februar 1942 holten sie uns alle aus dem Keller, Mutter, Roman und Chanan wurden erschossen. Uns kleineren Kinder sperrten sie in eine kalte Scheune. Die Bewohner des Dorfes Wosnesenowka befreiten uns aus der Scheune und verteilten uns auf verschiedene Familien. Sie aus der Scheune und verteilten uns auf verschiedene Familien. Sie besorgten uns Geburtsurkunden. Bis 1945 lebte ich unter dem Namen Aleksej Aleksejewitsch Aleksenko, und auch meine Geschwister Larisa, Tamara und Jewgenij lebten unter dem Namen ihrer Retter.

Ende 1945 holte uns der Mann unserer Tante väterlicherseits ab und brachte uns nach Michajlowka im Gebiet Winniza, wo unser Vater geboren wurde. So kamen wir zu unseren Großeltern, die uns großgezogen haben.

Mein Vater Iwan Fedorowitsch Mandsjuk war Militärarzt dritten Ranges und wurde 1941 als vermisst gemeldet.

[…] Ich bin Mitglied der Jüdischen Gemeinde, die mir sehr hilft, bei der medizinischen Versorgung und im Alltag.

Ich danke Ihnen sehr für die finanzielle Unterstützung.

Mit den besten Grüßen,

A. Mandsjuk.

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