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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Wiktor Iwanowitsch Almasow.

Ukraine
Cherson.

Meine Erinnerungen.

Ich, Wiktor Iwanowitsch Almasow, wurde am 25.6.1940 in Orscha in Belarus geboren. Anfang 1941 zog meine Familie – mein Vater Iwan Fedorowitsch Almasow, meine Mutter Anna Lwowona Maso sowie ihre Eltern – nach Cherson um, wo meinen Eltern eine Arbeit in der Berufsschule angeboten worden war. Sie bekamen eine kleine Wohnung zugeteilt. Mein Vater arbeitete dort nicht lange, er wurde als Reservist in die Armee eingezogen. Im September 1941, gleich nach der Besetzung der Stadt Cherson, kamen wir alle ins Ghetto. Die meisten Ghettoinsassen wurden erschossen, unter ihnen auch meine Großeltern. Meine Mutter und mich ließen sie gehen. Wir kehrten in unsere gänzlich leere Wohnung zurück. Unsere Nachbarn halfen uns, so gut sie konnten. Wir blieben dort nicht lange, denn bald brachte man uns ins Gefängnis von Cherson (in der Perekopskaja-Straße 10). Im Februar 1942 kam eines Nachts eine Frau zu unseren Nachbarn (sie waren zwei Schwestern) und sagte ihnen, dass sie mich retten könnten. Eine der Schwestern ging zum Gefängnis, sie hieß Matrena Jarowaja. Sie hat mir das Leben gerettet. Meine Mutter und die anderen Gefängnisinsassen wurden bald erschossen. Unsere Nachbarinnen verließen kurz darauf Cherson, um sich und ihre Kinder nicht zu gefährden, und gingen zu ihren Verwandten nach Snegirewka (60 km von Cherson entfernt). Sie trugen mich in einem Sack auf dem Rücken. Nachdem Cherson am 13.3.1944 befreit worden war, kehrten wir in die Stadt zurück. Ich habe weiter bei den beiden Schwestern gelebt, bis mein Vater im April 1946 aus der Armee zurückkehrte.

Ich danke Ihnen für die finanzielle Unterstützung, die ich von Ihnen bekommen habe.

W. I. Almasow.

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