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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Dmitrj Izkowitsch Bobekskij.

Sehr geehrte Herren Radczuweit und Prof. Kroeger!

Ich, Dmitrij Izkowitsch Bobekskij, habe im Kindesalter die Schrecken der Gefangenschaft in einem Nazi-Lager erlitten, was sich für das ganze Leben meinem Gedächtnis eingeprägt und natürlich auch auf meine Gesundheit ausgewirkt hat.

Seit der Befreiung sind mehr als 70 Jahre vergangen, aber ich habe manchmal immer noch Albträume über das Erlebte.

Ich führe einige Episoden an, die ich nicht vergessen kann. Die Soldaten jagten die ganze Familie aus dem Haus. Meine Großmutter war blind. Mein Vater trug sie, die Soldaten zwangen meinen Vater, die Großmutter ins Haus zurückzutragen, dann zündeten sie das Haus an.

Ich erinnere mich, dass man uns in ein Lager jagte und ich saß auf den Schultern meines Vaters und sah, wie alte Leute aus Erschöpfung hinfielen, und wie die Soldaten auf sie schossen. Ich habe oft gesehen, wie Menschen ermordet wurden. Es fällt mir schwer, über all das zu schreiben und das noch ein Mal zu erleiden.

Ich füge nur noch hinzu, dass die Faschisten alle .Frauen und die Kinder zusammentrieben und sie erschossen. Mein Vater war damals 42 Jahre alt, mein ältester Bruder 17, wir waren 4 Brüder, ich war der Kleinste, ich war 5.

Ich bin Ihnen aufrichtig dankbar für die Aufmerksamkeit, die seelische und materielle Anteilnahme an meinem Schicksal. Mir als Rentner mit einer bescheidenen Rente ist es angenehm, Ihre Hilfe zu fühlen.

Gebe Gott Ihnen Gesundheit, Mut und Langlebigkeit in Ihrer uneigennützigen Mission für das Gute!

Mit großer Hochachtung und Dankbarkeit

Dmitrj Bobekskij.

28.1.2012.

Übersetzung Karin Ruppelt.

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