Direkt zum Navigationsmenü.


KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Boris Jefimowitsch Sucharewitsch.

Sehr geehrter Herr Eberhard Radczuweit!

Hiermit möchte ich Ihnen meinen allerherzlichsten Dank aussprechen für Ihre Unterstützung und Anteilnahme.

Mit dem größten Respekt,

Boris Sucharewitsch.

Erinnerungen an die Kriegszeit.

Ich, Boris Jefimowitsch Sucharewitsch, wurde am 16.8.1937 in Schpikow im Gebiet Winniza geboren.

Als der Krieg begann, lebten meine Eltern, meine Großmutter und ich in Schpikow. Mein Vater wurde gleich an die Front eingezogen, er ist 1941 gefallen; er galt als vermisst und ich habe ihn nie wieder gesehen.

Wir dagegen kamen mit allen anderen Juden in Schpikow ins Ghetto des Ortes. Im Dezember 1941 wurden wir ins KZ „Todesschlinge“ in Petschora gebracht. Dort durchlebten wir furchtbare Gräuel. Die Menschen starben in Folge von Hunger, Kälte und Schikanen. Wir aßen verfaulte Kartoffeln und Rüben, jeder Tag konnte der letzte sein. Die Mehrzahl der Menschen ist umgekommen. Wir sind wie durch ein Wunder am Leben geblieben.

Als wir befreit wurden, sahen wir aus wie Skelette. Es fällt mir sehr schwer, an diese Zeit zurückzudenken, vor allem an die Schikanen und Demütigungen, die wir als unschuldige Kinder erfahren mussten. So viele Jahre sind seitdem vergangen, aber bis heute kann ich nicht ohne Tränen daran zurückdenken.

Bitte entschuldigen Sie, dass ich Ihnen nicht mehr Details schreibe, aber es fällt mir zu schwer.

Danke, dass Sie uns, die Überlebenden dieser furchtbaren Zeit, nicht vergessen haben.

Gott segne Sie. Möge auf Erden immer Frieden herrschen.

Zum Seitenanfang


Zurück zum Seitenanfang.