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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Michail Michailowitsch Kisilman.

Ukraine
Tultschin.

Ich, Michail Michailowitsch Kisilman, wurde am 20.05.1927 geboren.

Mein Vater ist 1933 verstorben, meine drei Brüder wurden an die Front eingezogen und sind aus dem Krieg nicht wieder zurückgekehrt.

1941 marschierten die Deutschen im Bezirk Tomaschpol ein. Sie holten uns aus unseren Häusern und trieben uns auf den Friedhof. Eine Strafeinheit der SS tötete 200 Menschen und warf sie alle in eine Grube. Unter ihnen waren meine Mutter und meine Schwester. Als die Erschießungen vorbei waren, gingen die alten Menschen zu der Grube, in der die Toten lagen, und wer einen seiner Verwandten dort fand, der holte die Leiche heraus und begrub sie. So fand ich meine Mutter und begrub sie an einer anderen Stelle.

Die Deutschen trieben uns in alte, zerbombte Häuser, zogen um alles Stacheldraht und erklärten es zum Ghetto. Im Ghetto erkrankte ich an Typhus, wir froren und hungerten und ich hatte keine Schuhe, wickelte mir Lappen um die Füße. Meine Hose war aus einem alten Sack genäht.

Die Deutschen holten mich zum Arbeiten, und wenn ich zur Arbeit ging, schlugen sie mir auf den Rücken, aber natürlich nicht mit der Hand, denn ich war ja schmutzig, sondern mit einem Stein.

Als die sowjetische Armee kam, wurde ich eingezogen und habe noch sieben Jahre lang in der Armee gedient, von 1944 bis 1951.

Ich hatte ein qualvolles Leben, nun bin ich krank und blind.

Ich danke Ihnen, dass Sie uns helfen und unterstützen.

Kisilman.

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