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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Wera Semenowna Suponizkaja.

Ukraine
Lochwiza
Gebiet Poltawa.

Sehr geehrter Eberhard Radczuweit!

Mein aufrichtiger Dank gilt dem Verein „Kontakte“ und Ihnen persönlich für Ihre Unterstützung. Sie leisten wichtige Hilfe für uns, die Juden, die die Gräuel des Holocaust überlebt haben, und ohne diese Hilfe wüsste ich – Invalidin ersten Grades – gar nicht mehr, wie ich überleben sollte.

Es war so, dass meine Familie während des Krieges nicht evakuiert werden konnte. In den ersten Tagen der Besatzung starb mein Vater Semen Gilewitsch Suponizkij. Dann wurden mein Großvater und mein fünfzehnjähriger Bruder Ruwim erschossen. Ich, das kleine Mädchen (ich war noch keine vier Jahre alt), wurde zu Bekannten auf dem Land gebracht. Später ging ich verloren und gänzlich fremde Menschen hielten mich bei sich versteckt. Ich musste mich in kalten Kellern oder im Wald verstecken. Meine Mutter fand mich erst zwanzig Monate später. Die Erkältungen aus dieser Zeit im Versteck wirkten sich auf meine Gesundheit aus. Ich bekam Rheumatismus, später eine Gehirnentzündung und wurde Invalidin. So bin ich alleine geblieben und konnte keine Familie gründen.

Ich möchte Ihnen nochmals danken. Haben Sie meinen herzlichen, aufrichtigen Dank. Ich wünsche Ihnen beste Gesundheit, gutes Gelingen bei Ihrer Arbeit und alles, alles Gute.

Mit den besten Grüßen,

Wera Suponizkaja.

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