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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Eleonora Pilipenko.

Ukraine, Odessa.

Sehr geehrte Herrschaften, die Mitarbeiter des Vereins „Kontakty“!

Ein Gefühl der tiefen Dankbarkeit für Ihre Güte uns gegenüber, den Menschen, die die schrecklichen Jahre des Kriegs miterlebt haben, erfüllt mein Herz.

Nun, da das Leben sich seinem Abschluss neigt, erinnert man sich besonders deutlich an die Tage der Kindheit, als die Eltern noch lebten, die einen umsorgten und umhegten, als man vollkommen ausgefüllt war von Fröhlichkeit und Glück. Es schien, als würde das niemals aufhören. Doch der 22. Juni 1941 setzte allem ein jähes Ende. Das Leben verfügte es so, dass wir nicht mehr fliehen konnten.

Odessa war besetzt. Ich erinnere mich an folgende Bilder: Eine Menschenmenge, mittendrin ich, meine Mutter und mein Großvater. Wir wurden in die Sadowaja-Straße getrieben und in einen Keller geworfen. Die entkräfteten Menschen legten sich hin, wo sie gerade standen. Nachts plötzlich Lärm. Soldaten stürmten herein und begannen, alle wieder auf die Straße zu zerren. Meine Mama drückte mich fest an sich, aber die Soldaten entrissen mich mit Gewalt ihren Armen und warfen mich wieder zurück. Meine Mutter und die anderen Frauen wurden nach Dalnik getrieben und erschossen. Viel Leid hat mir der Krieg beschert: Hunger, Typhus, das Waisendasein.

Mein Vater war an der Front gefallen. Die Jahre vergingen. Deutschland befreite sich vom Joch des Faschismus. Und heute reicht es denjenigen eine helfende Hand, die sie so dringend brauchen. Heute, da es Menschen wie Sie gibt, kann man daran glauben, dass unseren Kindern und Enkeln nichts mehr droht.

Ich danke Ihnen, liebe Freunde, dass Sie mit uns mitfühlen und uns helfen, danke, dass es Sie gibt, danke für die guten Werke und Taten.

Möge der Herr Sie beschützen und all Ihren Vorhaben beistehen.

In Liebe und Hochachtung

Eleonora Pilipenko.

Aus dem Russischen von Jennie Seitz.

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