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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Malwina Emmanuilowna Wladowa.

Ukraine
Odessa.

1941, vor dem Krieg, lebte unsere Familie in Odessa, in der Kostezkaja- Straße 11, Whg. 1. Mein Vater war Wladow Emmanuil Gerschkowitsch, geb. 1909; meine Mutter Wladowa Raja Isaakowna, geb. 1909; Kinder: Fanja, geb. 1931, Malwina, geb. 1937. Als der Große Vaterländische Krieg ausbrach, wurde mein Vater in die Reihen der Roten Armee einberufen. Wir blieben mit unserer Mutter in Odessa, das bald durch die deutsch-rumänischen Besetzer okkupiert wurde. Ende 1941 oder Anfang 1942 wurden wir ins Ghetto getrieben, das sich in Slobodka befand, einem Außenbezirk Odessas. Von dort aus wurden meine Mutter, meine Schwester und meine Großeltern (die Eltern meiner Mutter und die meines Vaters) zusammen mit vielen anderen zum Tode Verurteilten in ein Konzentrationslager (vielleicht auch in verschiedene) innerhalb von Odessa und der Oblast NIkolajewo gebracht. Ich habe sie nie mehr wiedergesehen.

Mich hat die Familie Jassinskij aus dem Ghetto geholt – Jakow Wassiljewitsch und Alexandra Iwanowna aus dem nahegelegenen Dorf Kriwaja Balka. Sie adoptierten mich und ließen mich taufen, zu meiner und ihrer eigenen Rettung, und so lebte ich bei ihnen unter dem Namen Lidija Jakowlewna Jassinskaja von Frühjahr 1942 bis zum Juni 1945, bis mich durch eine glückliche Fügung mein Vater Wladow E. G. fand, der als Invalide, mit amputiertem Bein, aus dem Krieg zurückgekehrt war. Ich wurde wieder zu Malwina Wladowa.

Meinen Rettern Jassinskij Jakow Wassiljewitsch und Alexandra Iwanowna wurde am 10.06.2002 postum der Titel Gerechte unter den Völkern zuerkannt.

Ich bin gerührt und von Herzen dankbar für die materielle Hilfe, die mir der deutsche Verein „Kontakty“ im Zusammenhang mit meiner schweren Erkrankung erwiesen hat.

[Unterschrift] (Wladowa M. E.).

Aus dem Russischen von Jennie Seitz.

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