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KONTAKTE-KOHTAKTbI

Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

75. Freitagsbrief (21.12.2007).

Belarus
Gebiet Gomel
Jakow Awerjanowitsch Maksimenko.

Guten Tag, sehr geehrte Frau Hilde Schramm,

diesen Brief schreibt Ja. A. Maksimenko, ehemaliger Kriegsgefangener aus Belarus. Ich bedanke mich aufrichtig bei Ihnen und bei Ihren Kollegen für Ihre Tätigkeit und für Ihr Gedächtnis an die Kriegszeit. Möge Gott Ihnen beste Gesundheit und weitere Erfolge geben! Ihr Brief und Ihre finanzielle Hilfe von 300 Euro waren für mich eine große Überraschung. Vielen Dank!

Ich bin bereits 84 Jahre alt. Meine Ehefrau ist 80 Jahre alt. Sie wurde auch nach Deutschland verschleppt. Sie ist als Häftling der faschistischen KZs anerkannt. Ich habe drei Kinder, drei Enkeln und zwei Urenkeln. Wie ging es mir in Kriegsgefangenschaft? Möge niemand das mit eigener Haut erleben! Nach der Befreiung aus Kriegsgefangenschaft diente ich bis zum Kriegende in der Armee. Nach der Entlassung aus der Armee kehrte ich heim. Das Dorf war niedergebrannt. Ich arbeitete genauso wie das ganze Volk sehr viel, um alles wiederaufzubauen. Natürlich war es schwer. Jeder vergangener Tag brachte aber Freude.

Unser heutiges Belarus, denke ich, ist das schönste Land überhaupt. Im Jahre 1986 passierte bei uns die Tschernobyl-Katastrophe. Unser Dorf wurde evakuiert. Wir kamen in eine frisch gebaute Siedlung 150 km weiter. Ich wohne mit meiner Ehefrau in einem guten Haus zusammen. Die Kinder wohnen in der Nähe. Bei uns geht heute alles gut. Leider kommt das Leben zum Finale. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Möge Gott Ihnen beste Gesundheit und langes Leben schenken!

Hochachtungsvoll

Meine ganze Familie.

(Unterschrift)

Belarus, den 12.03.2007.

Hochachtungsvoll

Wasilij Maksimowitsch Owtscharenko.

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